In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCXI)

27 09 2014

Felipe erfand in Tepic
zum Karneval den Zaubertrick:
er lieh sich zehn Piepen
und ließ Hasen fiepen
aus seinem Hut. Welch ein Geschick.

Tumelo fand in Qacha’s Nek
im Rinnstein Papier – einen Scheck,
der reichlich befleckt war,
doch auch ungedeckt war.
Am Ende blieb ihm nurmehr Dreck.

Rolando strich in Tlaquepaque
im Sommer die ganze Baracke
in Silberlamé ein.
Das glänzte im Lichtschein,
und jeder weiß: der hat ’ne Macke.

Es fragt Amadou sich in Bla,
was seiner Schildkröte geschah.
Sie war schon seit Stunden
ganz heimlich verschwunden.
Dann sah er hin. Und sie war da.

Alberto buk in Jiutepec
in tiefem Schmalz fettes Gebäck.
Das Zeug war zwar greulich,
auch roch es abscheulich:
kaum war es gar, war es auch weg.

Melake sucht in Segheneyti
beim Umzug in Krethi und Plethi
in allem Geschlampe
nur die Nachttischlampe.
Er atmet auf. Dort unten steht sie.

Belinda spielt Lotto in Ures.
Auf Grund eines uralten Schwures
erhält nun der Bruder
den Schein. Dieses Luder
brennt durch. Lange her. Man erfuhr es.


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