In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCXVI)

1 11 2014

Es zeigte Rimantas in Plungė
der Mutter andauernd die Zunge.
Die mochte es hassen,
sienahm es gelassen.
„Die bleibt bald so stehen, mein Junge.“

Francesco trug in Montappone
fast jeden Tag eine Melone.
So oft er sie wuchtet,
hofft er, dass es fruchtet:
dass man mit dem Ding ihn verschone.

Gintautas, der brüllt in Šilutė
die Tochter an, dass sie sich spute.
Die Sprüche, sie trafen
sogar sie beim Schlafen.
Kein Wunder, zog sie eine Schnute.

Als sich Aurel einmal in Mal
umdrehte, gab es einen Knall.
Er stieß sich bisweilen
an sämtlichen Teilen
im Haushalt, so von Fall zu Fall.

Ramūnas, der sucht in Pilaitė
ein Pferd, dass er öfters mal reite.
Die Müh war erheblich,
doch leider vergeblich:
er hatte fürwahr Überbreite.

Nebojša, dem gruselt’s in Knjaževac,
was sicher auch sehr an der Flasche lag,
die er mit sich führte
und die er nun spürte im
Kopf, dass er den in der Tasche trag…

Vytautas motzt oft in Verdainė,
der Hund stolpert über die Beine.
Gekläff und Gezeter
begleiten den Köter –
der nächste, schwört er, der hat keine.