In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCXXI)

6 12 2014

Es wundert sich Michal in Dielhau.
„Wenn ich auf dem Wochenmarkt viel klau,
statt mich zu beeilen,
passiert es bisweilen,
dass ich nicht mehr recht auf mein Ziel schau.“

Wenn Dorji fischt in Phuentsholing,
dann angelt er manch altes Ding.
Er wirft’s auf den Haufen.
Wie soll das sonst laufen
bei der Menge, die er meist fing?

Herr Bistřický ließ sich in Fleißen
die Mauern von außen fein weißen.
Sein Knecht nahm nur Seife.
Er sprach: „Ich begreife,
der Lump will mich einfach bescheißen!“

Guillermo, der war in La Pesa
ein alltäglicher Zeitungleser.
Nur manchmal, da flucht er.
Man fragt sich, was sucht er?
Die Zeitung? nein, die Augengläser.

Raketen hat Jan in Dreihunken
gezündet. Es reichte ein Funken.
Statt Zischen und Knallen
entströmt ihnen allen
viel Rauch. Ach, was hat das gestunken!

Abdulrahman aus Umm Salal
bestellt sich ein fürstliches Mahl.
Dann prellt er die Zeche.
„Wenn ich davon spreche,
ist’s so gut, als wenn ich’s ihm zahl.“

Mit Jindřich, da ging man in Girsch
nur sehr selten mit auf die Pirsch.
Es störten beim Laufen
sein Husten und Schnaufen,
vor allem: sein Stiefelgeknirsch.

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