Baby, Baby, balla-balla

24 12 2014

Es war bei diesem Freitagstexter nicht ganz so einfach wie sonst. Erst das Papier sorgfältig wegknibbeln – „Ach, das wäre doch nicht nötig gewesen!“ „Weiß ich, aber ich wollte dies Jahr mal keinen Ärger haben.“ – und dann auch noch das Foto betexten. Festlich. Und das will etwas heißen.

Für die Nichtmitmacher, es handelte sich um dieses Bilddokument. Manche halten es für ein verschollenes Jugendporträt der drei Musketiere, andere erinnern sich an das legendäre Casting des Gnirbitzschauer Krippenspielvereins (es handelt sich wohlgemerkt um die Jury) und an einen längeren Disput, ob man diese drei Könige nicht auch gleich mitbesetzen könnte – wir werden es nie erfahren.

Aber dafür haben wir es diesmal hübsch weihnachtlich, statt des Tännchens steht auf dem kleinen mit schwerem Samt ausgeschlagenen Apfelsinenkistchen der goldene Pokal, artig dekoriert mit einem Zweiglein und Kerzen, Äpfeln, Nüss’ und Mandelkern. Schreiten wir zur Tat.

Des Kulturflaneurs Weihnachtseinkäufe umfassten in diesem Jahr eine fachlich einwandfreie Beratung, die langen Spielspaß und anspruchsvolles Training für strapazierte Nerven garantiert. Platz drei für den, der die Puppen tanzen lässt:

Neulich auf dem Spielzeugmarkt: “Ja, mit dem Schlüssel kann man sie aufziehen.” “Nein, leider haben sie keinen Knopf, um das Heulen abzustellen.”

Konfuzius sagt: „Fei li wu shi, fei li wu ting, fei li wu yan, fei li wu dong.“ (Abbildung ähnlich.) Eine Neuinterpretation der östlichen Weisheit im Lichte evolutionärer Pädagogik liefert Frau Dinktoc und sichert sich damit den zweiten Platz:

Die drei berühmten Affenbabys: nicht sprechen, nicht weinen, nicht greifen.

Aus Gründen der Dramaturgie und weil der Beitrag eigentlich nicht zu spät kam und so gut passt und überhaupt, geht an dieser Stelle ein Publikumspreis in Form eines überdimensionalen Schokoladenweihnachtsmannes (Vollmilch, Kompaktklasse mit verstärkten Wänden) an den vielfrasss für die haarmonischste Aufarbeitung des Themas:

Ihr Kinderlein, kämmet … *sing*

Und damit kommen wir zum ersten Platz. Die Weihnachtsgeschichte hatten wir, wenigstens der Teil mit Weihnachten ist erledigt. Bräuchten wir nur noch etwas Geschichte. Das übernimmt lamiacucina für uns:

Jetzt noch die Plätze tauschen, Stalin muss rechts sitzen, Churchill nach links rutschen, dann kann die Konferenz von Yalta beginnen.

Glückwunsch! So feiern wir ein mehr oder weniger friedvolles Fest – der Einsatz von Blockflöten verstößt nach neuesten Erkenntnissen sowieso gegen die Genfer Konventionen – und enthüllen das Textertöpfchen bei lamiacucina, der am Freitag, den 26. Dezember, also am zweiten Festtag, einen spätweihnachtlichen Wettbewerb beherbergt. Ob man das Geschenkpapier… also zum zweiten Mal…?

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4 responses

24 12 2014
vielfrasss

Vergelt´s Gott, wie man zu dieser Jahreszeit wohl sagen kann. 😉
Die ganze Woche extrem uninspiriert kam der Satz letzte Nacht über mich, ein echtes Weinachtlswunder.

24 12 2014
bee

Es muss der Geist des vergangenen Weihnachten gewesen sein, irgendwas klemmte da noch in der Bilderschublade.

25 12 2014
vielfrasss

Und natürlich Glückwunsch an lamiacucina.

25 12 2014
lamiacucina

Oh Danke. Das wird wohl nichts mit Beine hochlegen.

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