In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCXXIV)

10 01 2015

Herr Nøddesbo kaufte in Rø
ein Sakko. Man zeigte ihm Bleu
und Schiefer und Kitt.
Er nahm das nicht mit,
er floh vor dem Zeug peu à peu.

Herr Hjusnunz erwartet in Wajk
ein Söhnchen. „Ich sage nur: schweig,
denn ich bin beklommen.
Ist er erst gekommen,
dann trag ihn herein, und dann: zeig.“

Frau Olsen, die bügelt in Løkken
beim Fernsehen. In Werbeblöcken
starrt sie auf den Kasten.
Das geht dann zu Lasten
von Hosen und Blusen und Röcken.

Als Hamza im Garten in Skikda
einst grub, sprach er hoffend: „Es liegt da,
was Großvater sammelt
im Kistchen verrammelt –
das war jedenfalls vor dem Krieg da.“

Frau Ørntoft, die hatte in Knebel
für Lampen besonders ein Faible.
Sie mochte die Leuchten,
die sie in den feuchten
Gefilden erhellten im Nebel.

Narcisse grub im Wald von Voussac
nach Trüffeln. Es füllten den Sack
zwar Knollen auf Knollen,
doch neben zwei vollen
saß er, ganz berauscht vom Geschmack.

Herr Olsen, ein Raucher aus Følle,
der fühlte sich schier in der Hölle.
Die Pfeife, sie rauchte,
doch was er dort schmauchte,
das rettet er – ach, diese Zölle!

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