In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCXXX)

21 02 2015

Edyta, die warf in Sibyllenort
nach manchen Versuchen die Pillen fort.
Zwar schmerzte abscheulich
der Magen, und greulich
blieb Ausschlag, doch litt sie im Stillen fort.

Abdoulie schreckt in Wurokang
beharrlich hoch bei jenem Klang,
den Gläser mit Messern
erzeugen. Verbessern
lässt sich da nichts. Es ist der Drang.

Arkadiusz, der wurde in Ritzig
beim Witzeerzählen gern hitzig.
Das alles, es machte,
dass außer ihm lachte
gar niemand. Er war halt nicht witzig.

Dilara raucht in Chittagong
den Tabak stets durch eine Bong.
Sie denkt sich, das schädelt
noch mehr, wenn sie wedelt.
Das meiste vom Rauch zog davon.

Gertruda, die sah in Waldliebe,
den Wagen, den stahlen zwei Diebe.
Es hobelt und knattert.
Sielächelt. Es rattert,
zum Schluss fliehen sie. Das Getriebe.

Jo aus Boa Vista do Sul,
der kaufte sich ’nen Kneipenstuhl.
Ist er angeheitert,
das Sitzen bald scheitert:
er wirkt irgendwie, nur nicht cool.

Danuta entdeckte in Putzig
ein Schwammtuch. Ach je, war das schmutzig!
Sie fackelt nicht lange
Und packt’s mit der Zange.
„Ich fass nichts an, dann ist nichts schmutzig.“

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