In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCXXXVI)

4 04 2015

Ouadaï klagte lauthals in Sinder.
Er hatte zehn gesunde Kinder,
doch waren es Töchter.
Verheiraten möcht er
sie alle – was kostet das Rinder!

Kyriakos aus Agia Napa
benutzt in der Schule die Klapper
für dauerndes Schweigen.
Die Schüler bezeigen
Respekt schnell bei größtem Geplapper.

Abdou meint, man soll in Azèye
die Weiden so, wie er sie mähe,
schön ordentlich kürzen.
Ihn tat nur bestürzen,
dass er selbst davon nichts verstehe.

Man schickt Mukhtar in Bu’aale,
nicht einmal, nein: mehrere Male
die nämliche Nota,
verschieden kein Jota,
und stets schrieb er prompt: „Ja, ich zahle!“

Es hatte Diouldé in Keïta
im Haus pro Etage drei Mieter
und lässt sich entlohnen
mit Erbsen und Bohnen
und Öl: für den Monat zehn Liter.

Jewgeni, der hört in Rebricha
des nachts noch Geräusche. So schlich er
sich zu seinen Kindern,
die Laute zu mindern.
Noch Stunden danach gab’s Gekicher.

Idrissa in Soucoucoutane
beschloss, mit der gelb-roten Fahne
zum Fußball zu gehen.
Dort sah man sie wehen
und argwöhnt, was er damit plane.

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