In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCXL)

2 05 2015

Bertrand spielte Fußball in Maîche.
Der Ball flog, verdammt! in die Wäsche,
die dort auf der Leine.
Schon flogen die Beine
und trugen ihn fort von der Dresche.

Manolis servierte in Vlasti
der Ex-Gattin gern Antipasti.
Das Scheitern der Ehe,
sagt sie, wenn sie’s sehe,
wird ihr schnell bewusst, denn sie hasst die.

Patrice, der seit Tagen in Boult
zwei Fässer mit Krabben auspuhlt,
sieht voller Entsetzen
der Katze Ergötzen,
die sich in den Schalen schon suhlt.

Ra’uf trägt die Post in Tel Keppe
bis ganz unters Dach auf der Treppe.
„Es gibt keinen Aufzug,
und wenn ich hier rauf guck,
weiß ich nicht, warum ich das schleppe!“

Odette rauchte Kette in Glère.
Sie liebte den Schwarzen so sehr,
bei Mangel, da saß sie
zu Hause. Dann aß sie
die Asche mit Streichholz und Teer.

Wenn Séamus, der Lehrer in Muff,
vom Joggen kam, fühlt er sich schlaff.
Er lief auch seit Stunden
nur dieselben Runden,
es gab ja nichts in diesem Kaff.

Es ärgert Étienne in Belleherbe,
wenn er neuen Stoff sorgsam färbe,
dass einer beim Schneidern
von prachvollen Kleidern
nicht nachschaut, ob er sie verderbe.

Advertisements

Aktionen

Information

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s