In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCXLI)

9 05 2015

Dading wachte in Merauke
und starrte des Nachts auf die Luke.
Die führte zum Boden,
wo in dem maroden
Gebälk man meint, dass es dort spuke.

Quesnel kaufte sich in Gros-Morne
ein Rindvieh. Er sah an dem Horne –
er war halt kein Landmann,
so wurd es bekannt dann –
ganz zweifelsfrei ein: dort ist vorne.

Luluk fand ein Rad in Bitung.
Zwar war er mit neunzig nicht jung,
doch gab ihn das Radeln
für jüngere Madeln
im Alter entscheidenden Schwung.

Abdourahman hielt man in Dorra
für einen entsetzlichen Schnorrer.
Dass alle gedulden
sich trotz seiner Schulden
lag wohl am Kontakt zur Camorra.

Fernando hat in E’ahun
als Kinderarzt ständig zu tun.
Ihn schrecken nicht Pocken,
ihn hat aus den Socken
kein Fieber. Er ist längst immun.

Jergali hat sich in Saran
beim Mörtelanmischen vertan.
Kaum Sand, zu viel Wasser,
die Masse ist nasser,
als gut wär. Das war nicht der Plan.

Ein Schwein hält sich Happy in Bau-Bau,
das spielt Poker, Schach, Skat und Mau-Mau.
Das niedliche Tierchen
trinkt dazu gern Bierchen.
Man nennt es darum gern die Schlau-Sau.