In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCXLII)

16 05 2015

Der Schorschl sah in Puchenstuben
die Söhne im Garten. Sie gruben.
Die Mutter, seit Stunden
wurd sie nicht gefunden.
Dann sah er nur noch seine Buben.

Bei Jerry, da war einst in Rhinebeck
am Grab seiner Frau glatt der Stein weg.
Der ständige Regen
tat diesen bewegen,
so schwamm er wie über den Rhein weg.

Der Edwin, der setzt sich in Sooß
mit nackertem Hintern (ganz bloß!),
dass Ameisensäure
das Blut ihm befeure,
ins morgenfeucht wimmelnde Moos.

Es findet Bror Kühe in Pornainen.
Man denkt, er wird letztlich das Horn meinen,
doch sieht er, das Ganze,
es endet im Schwanze.
Da hat das Tier nämlich nach vorn keinen.

Im Tiefschnee steht Ferry in Kapfenstein.
Schon lässt er ermattet das Stapfen sein
und holt, statt zu fegen,
sich besser zu pflegen
die Jause sich, und zwar: zu Krapfen Wein.

Herr Peeters, dem fiel in Flobecq
ein Würstchen hinab in den Dreck.
Er putzt es und dienert
dem Gast: frisch gewienert.
Der isst’s, immerhin mit Besteck.

Dem Karli ist’s Gässchen in Pusterwald
unheimlich. Man sieht, es wird duster bald,
Laternen sind dunkel.
Im Sternengefunkel
wird’s schaurig, wo leis nur ein Huster schallt.