In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCXLIII)

23 05 2015

Dass Branko, der oft in Deutsch-Zerne
das Frischobst aß, allzuviel lerne,
war fast ausgeschlossen.
Man nahm’s schon für Possen,
er aß Pflaum und Birn samt der Kerne.

Herr Aeschbach, der schälte in Schwanden
sich Teller um Teller die Randen,
die meist bunt geringelt.
Schon ist er umzingelt
von Schalen, die sich drum befanden.

Es kochte sich Vuk in Klein Keer
im Ofen ein Kesselchen Teer,
die Straße zu glätten.
Die Löcher, sie hätten
gewollt. Doch der Kessel war schwer.

Ljudmyla, die sprach in Piwdenne:
„Wenn ich an der Liebe verbrenne,
bin ich hier im Städtchen
das einzige Mädchen –
hier ist niemand sonst, den ich kenne.“

Es spielt Nenad stur in Neu-Betsche
im Tanzlokal laut seine Quetsche.
Akkordeon hassend
und sich doch umfassend,
sieht er Tanz beim Zähnegefletsche.

Wenn Pearl sich beim Lotto in Lynn
ausrechnet: was ist danach drin,
wird sie zu spendabel.
Danach wird’s blamabel,
Zweifünfzig: das ist ihr Gewinn.

Man fand Darko abends in Katsch
gemütlich einst sitzend im Matsch.
Es hatte geregnet.
Man war ihm begegnet,
gestört von dem lauten Geplatsch.

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