In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCLIII)

1 08 2015

Dass Dimtscho sich in Etropole
auf Kosten der Eltern erhole,
erbost die Verwandten,
dass Onkel und Tanten
ihn setzten auf glühende Kohle.

Rostislaw hat sich in Gigant
ein Schnäpschen ganz heimlich gebrannt.
Statt es zu verkaufen,
muss er es nun saufen –
ihm fehlen bald Flaschen, bald Pfand.

Wenn Bojko als Freier in Roman
erscheint, denkt man: der ist nur Strohmann,
denn damals wie heute
betrügt er die Bräute.
Die sehen’s, gehn weg und sind froh dann.

Da Böðvar per Fahrrad in Skálholt
nicht schaltet und nur so zu Tal rollt,
ist ihm ziemlich frostig.
Das Ding ist so rostig,
dass er sich vor Wut in den Schal schmollt.

Wenn Emir sich in Dolni Tschiflik
aufspielt, spricht er: „Da ich ja skiflieg,
kann es schon passieren,
dass auf allen Vieren
ich lande und dann auf die Knie flieg.“

Dass Clive seine Schlüssel in Linden
oft suchte, statt sie schnell zu finden,
erstaunt seine Schwester.
Ihr erster und bester
Plan ist, an die Tür sie zu binden.

Andronikos wirkte in Knescha
im Restaurant als Tellerwäscher.
Um das Tellerwässern
entscheidend zu bessern
benutzte er den Feuerlöscher.

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