In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCLXIII)

10 10 2015

Es rubbelte Inger in Sveg
verzweifelt herum an dem Fleck,
den sie so verschmierte.
Es analysierte
ihr Gatte: „Das ist bestimmt Dreck.“

Es weint Weltas Kindlein in Krustpils,
die Mutter, sie weiß: „Ja, die Brust will’s.“
Die Eltern verstehen
das lautstarke Krähen,
der Vater spricht: „Wohlan, mit Lust still’s!“

Es feilte Herr Åberg in Trosa
schon Stunden an drei Seiten Prosa.
Doch statt der Geschichte
gab’s Liebesgedichte.
Er hatte Papier nur in Rosa.

Aivaras, der wurde in Šėta
seit Jahren konstant immer fetter.
Im Gully er steckte.
Wofür man ihn neckte,
das machte es leicht für die Retter

Beim Wandern war’s Tove in Mölle,
als stolperte sie durch die Hölle.
Er rutschten die Steine,
ihr schwankten die Beine
am Abhang aus lauter Gerölle.

Es kam Heiki in Änniksaare
beständig zum Färben der Haare
und zum Ondulieren
zu vielen Barbieren.
Er war schließlich hundertvier Jahre.

Wenn Bertil mal kochte in Bie,
war’s besser, wenn man ganz schnell fliehe,
obwohl, wo sich’s lohnte,
längst keiner mehr wohnte,
der Eier und Kochbuch ihm liehe.

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