In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCLXV)

24 10 2015

Da Ahmad in Mardsch al-Hamam
zur Körperertüchtigung schwamm,
war er anfangs schmächtig,
doch dann muskelmächtig.
Es gab dort kein Wasser. Nur Schlamm.

Ricarda versucht in Palín,
sich Stiefel, recht eng, anzuziehn.
Es endet mit Stolpern,
mit Schwanken und Holpern
zuletzt, stiefellos, auf den Knien.

Abdullah, der hängt in Na’ur
ein Geldsäckchen an eine Schnur,
die Leute zu narren.
Nach kürzerem Harren
ist das Säckchen weg. Ohne Spur.

Wenn Cheng Hosen näht in Prey Veng,
ist er mit den Kunden recht streng.
Er pocht auf Diäten,
sonst platzt aus den Nähten
die Hose – sie ist meist zu eng.

Nadim suchte einst in Bait Ras
im Keller ein uraltes Fass.
Der Inhalt ist köstlich,
doch war er untröstlich,
zu schnell schwand das wertvolle Nass.

Ernesto spielt in Pedregal
trotz Sehschwäche Billard. Der Drall
der Kugel gelingt ihm,
die Sehschwäche zwingt ihm
den Stoß auf, beurteilt am Knall.

Maroun kann in Muchayyam Hetten
im Sturm kaum das Mobiliar retten.
Es pfeift durch die Ritzen,
er bleibt jedoch sitzen,
denn immerhin hat er noch Betten.

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