In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCLXVI)

31 10 2015

Es malte Antón in Hellín
Touristen. Es sei ihm verziehn,
denn so wie nach Wochen
die Kleider ihm rochen
gab’s für ihn nichts als Terpentin.

Hissène fand im Keller in Sarh
ein Buch, doch es war in Gefahr:
die Herrscher verlacht es,
und darum vermacht es
der Mann schnell als Restexemplar.

Dass Jaime beim Tee in Uclés
nicht hinsieht, ob Tee im Gefäß,
ob alles bereitet,
was den Akt begleitet,
sagt er: „Still, dieweil ich noch les!“

Da Chongo sich gern in Mfue
herausputzt, greift er in die Truhe
und findet im Fassen,
was wohl mag ihm passen.
Er hat dort wohl achtzig Paar Schuhe.

Ignacio sieht in Almadén
den Vorteil beim Grillen. „Ich brenn
die Kohle zu Asche.
Dann greift man zur Flasche,
sie grillen, wenn ich längst schon penn.“

Wer N!xau veralbert in Kalkrand,
der wusste, sobald er den Kalk fand,
mit dem er belästigt,
der wurde befestigt,
sobald er am Zaun diesen Schalk band.

Ricardo, der in Guadamur
oft heimwärts mit dem Moped fuhr,
und abends nicht blinkte,
auch wenn man ihm winkte,
der blieb einfach strikt in der Spur.

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