In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCLXVII)

7 11 2015

Dass Emrecan in Kalkandere
oft Lauch schnitt (und zwar mit der Schere),
war nicht unumstritten.
Man musste ihn bitten,
aus Furcht, dass er sich sonst beschwere.

Wenn Gyula in Győrújbarát
fragt, wer eine Kamera hat,
geht’s um einen Posten
von Filmen. Die kosten
und passen in den Apparat.

Seit Jahren trieb İsmet in Andıl
mit Nüssen beträchtlichen Handel.
Dann waren die Kunden
Allmählich verschwunden.
Er schied keine Nuss von der Mandel.

Dass Osborne zum Mahl in Vieille Case
gern fettige Schweinshaxen aß,
verärgert den Doktor.
Ihm stand schon ein Schock vor,
da trank er erstmal eine Maß.

Wenn Metin sich in Gümüşhane,
gefragt, was er tagsüber plane,
mit Arbeit entschuldigt,
weiß man, wem er huldigt.
Man riecht es auch schon an der Fahne.

Man sah Srećko selten in Ston.
„Wenn ich mich im Vorgarten sonn,
dann kommen die Damen.
Erst machen sie Dramen,
dann laufen sie auf und davon.“

Man sieht, Taner greift in Yüzbaşı
recht häufig in die Hosentasche.
Doch ist nicht ein Tüchlein,
erst recht nicht ein Büchlein
der Grund. Es ist die Taschenflasche.

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