In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCLXIX)

21 11 2015

Der Alpbichler meinte in Pill,
der Gast wisse nie, was man will.
Man gab zum Versuchen
ihm Wurst, Fisch und Kuchen –
heureka! er aß und war still.

Wenn Filip sich oft in Butschatsch
beschwerte, dass er tief im Matsch
den Ringkampf erlebte,
dem gleichzeitig klebte
der Jubel an wie sein Geklatsch.

Es jammerte Edmund in Kössen,
wenn alle die Jäger nun schössen,
die Jäger mit Büchsen
von Hasen und Füchsen,
dass sie alle Tiere verdrössen.

Imran aus Dera Ghazi Khan,
der lebt in dem schrecklichen Wahn,
man würde gewisslich
ihm stehlen gebisslich
gemächlich alsbald Zahn um Zahn.

Es klopfte Hans’ Herz, als in Feuersang
die Mette so tönte, wie’s heuer klang.
„Die beiden Sopräne,
von beiden ist jene
so gut, dass beileibe ich Feuer fang.“

Da Lieuwe sich quälte in Diemen
mit wunden und blutigen Striemen,
so fragte man künftig,
ob er auch vernünftig
den Einkauf trug auf breiten Riemen.

Der Schorschl, der speiste in Felben
gern Rüben, vor allem die gelben.
Doch äfft ihn geschmacklich
sein Urteil, das was wacklig.
Mit roten schmeckt’s wie mit denselben.

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