In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCLXXI)

5 12 2015

Luís kämmt in Jardim do Mar
zur Tolle sein schütteres Haar.
Doch das widerstrebt ihm,
der Zucker verklebt ihm
die Finger. Jetzt nimmt er Eiklar.

Herr Bielčik errechnet in Belá
bei Brüchen konstant einen Fehler.
Meist kommt beim Verteilen
mehr raus, denn bisweilen
verwechselt er Nenner und Zähler.

Lourenço war in São Jorge
beim Rennen stets in großer Sorge;
nicht, dass seine Pferde
jäh stürzten zur Erde,
vielmehr, dass man ihm nichts mehr borge.

Gheorghe in Scheiu de Jos
fuhr heimwärts mitsamt seinem Tross,
das heißt: nur sein Wagen,
und nichts blieb zum Tragen.
Das Übrige hat längst sein Boss.

João verkaufte in Maia
zu Ostern besonders viel Eier.
Nun hat er drei Kälber,
doch ärgert’s ihn selber.
Er hat keine Eier zur Feier.

Wenn Esteban, Tischler in Fene,
herausnimmt die künstlichen Zähne,
Legt er sie zum Kosten
meist auf seine Pfosten.
Nun kaut er herum – Hobelspäne.

Acácio aus Fenais da Luz,
trägt Körbe mit Obst stets zu Fuß,
seitdem sein Rad kippte.
Noch stundenlang schippte
er nichts mehr auf als Apfelmus.

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