In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCLXXIV)

9 01 2016

Abolhassan, der fuhr in Bam
zur Arbeit zumeist mit der Tram.
Die letzten zwei Wochen
sind ihm in den Knochen
geblieben. Er ging. Er war klamm.

Es stand Grant gestiefelt in Clyde
mit Schaufel und Besen, bereit,
die Wege zu räumen.
Davon muss er träumen,
da es bei ihm leider nie schneit.

Da Shoreh sich stets in Dschiroft
mit ihren zwei Zwillingen zofft,
kauft Mutter die Kleider
nach Maßgabe beider
jetzt doppelt – auf Frieden sie hofft.

Als Cholratit sich in Lào Cai
die Ananas sägte entzwei,
bricht ihm fast das Messer.
Er schnitt schon mal besser,
heraus kam nun größtenteils Brei.

Wenn Taraneh abends in Tūs
im Bett saß, bekam sie den Blues.
Der Freund, selten ehrlich,
beachtet sie spärlich
und sandte ihr heut keinen Gruß.

Es hielt sich Eyong in Tignère
zwölf Tiere, darunter ein Bär.
Der sah, was ihm schmeckte,
aus seinem Aspekte
die anderen nur zum Verzehr.

Da Mahmoud band in Rafsandschan
mit höllischen Schmerzen im Zahn
den Beißer mit Zwirne
an der Abrissbirne,
so sprang er herab von dem Kran.

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4 responses

9 01 2016
phelotom

Großartig. Besonders 3,4 und 5 flutschen herrlich.

9 01 2016
bee

Merci, ich bin nach der Pause noch in Übung. Allerdings wird es immer schwerer, noch geeignete Namen zu finden, ein Großteil widersetzt sich hartnäckig der deutschen Phonetik.

11 01 2016
Mr. Spott

Meine Favoriten: 2; 4; 6

12 01 2016
bee

Es ist offenbar für jeden Geschmack etwas dabei 😉

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