In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCLXXX)

20 02 2016

Der Hansl, der mosert in Gratwein.
„Der Doktor ist, was ich als fad mein.
Der alte war besser,
ein Säufer und Fresser,
ich trink noch heut nach seinem Rat Wein.“

Herr Rezai eröffnet in Schusch
sein Häuschen mit Blumen und Tusch,
wobei sich bezeigte,
dass alles sich neigte.
Es war halt gewöhnlicher Pfusch.

Der Albin wacht grantig in Übelbach.
„Von drüben macht mich stets ein Dübel wach,
dann fängt’s an zu Bohren
direkt in die Ohren –
so lang, bis ich über dem Kübel lach!“

Nadeschda trug in Krasny Kut
zum Frühlingsbeginn einen Hut
statt Kopftuch und Mütze.
Schon liegt in der Pfütze
der Hut. Und ein Schirm wär jetzt gut.

Der Ignaz besichtigt in Totterfeld
den Wald, wo er über den Schotter fällt.
Selbst auf allen Vieren
schaut er noch nach Tieren.
„Jetzt kommt, dass ich hier einen Otter meld.“

Man schätzte Carlijn, die in Tiel
die Mannschaft stärkt beim Fußballspiel.
Sie konnte nicht passen,
doch wuchs sie um Klassen,
so oft, wie sie im Strafraum fiel.

Der Kurti, der fluchte in Rabenwald,
dass es durch die Lichtung beim Graben schallt.
„Die Hochzeitsgeschenke
sind nichts, was ich denke –
jetzt schaut’s, was ich von diesen Gaben halt!“

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