In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCLXXXIV)

19 03 2016

Francisco fand in Atenquique
recht seltsam die fragenden Blicke.
„Ich sitz in der Pause
recht gerne zu Hause,
weil ich zwischendurch auch mal stricke.“

Beáta isst in Nový Svet
ihr Nachtmahl am liebsten im Bett.
„Die Speisen, die schmecken
auch zwischen den Decken,
und die sind recht praktisch fürs Fett.“

Loreto fand in Zapopan
nach Jahren den richtigen Mann.
Erst passt es erfreulich,
dann schnarcht er abscheulich.
Danach war sein Brüderchen dran.

Ricardo erlebte in Brownsweg,
wie plötzlich um ihn alle Fraun träg.
Ihm scheint, Modenschauen
sind gar nichts für Frauen –
drum fragt er sich, ob’s nur am Schaun läg.

Amado, der in Oaxtepec
polierte das Silberbesteck,
der putzte und hauchte –
die Herrschaft, sie brauchte
die Messer schnell ganz ohne Fleck.

Da Ruben sich in Mbabane
zum Fest eine stattliche Fahne
im Laden bestellt hat
(und der ihn verprellt hat),
malt er’s auf ein großes Stück Plane.

Felipe reist von Puente Grande
als Spieler in allerhand Lande.
Nie würde er wagen,
den Gegner zu schlagen:
er führt keinen Stoß über Bande.

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