Auswanderungsgesetz

4 04 2016

„Und Würstchen!“ „Sehr gut!“ „Hä?“ „Hier ist Deutschland, da isst man gefälligst Würstchen, und zwar Schweinewürstchen!“ „Und dass man damit die Fleischindustrie zerstört, die Dumpingpreise für das billige Zeug…“ „Egal, ob wir Deutschland in die Scheiße reiten – diese Scheißausländer sollen richtig eins aufs Maul kriegen!“ „Sehr gut!“

„Und dann kommen wir jetzt alle mal wieder runter, und dann machen Sie ein paar konstruktive Vorschläge, wie wir die Kontrolle über Integration und Asylbegehren aufrecht erhalten können.“ „Wir sollten auf dem Verwaltungswege viel mehr…“ „Da ist schon viel Schönes dran, wir haben im Moment nur nicht genug Personal, noch mehr Papierkram zu leisten.“ „Sehr gut!“ „Denken Sie einfacher. Wir müssen denen helfen, die wir…“ „… die wir nicht loswerden, so sieht’s doch aus!“ „Können wir uns auf eine staatsrechtlich einigermaßen vernünftige Art der Problemlösung einigen?“ „Die brauchen keine Hilfe, die sollen sich wieder verziehen!“

„Gut, dann wollen wir noch einmal das Problem umreißen.“ „Sehr gut!“ „Fest steht ja nun, dass wir ein Einwanderungsgesetz…“ „Wir brauchen kein Einwanderungsgesetz!“ „Hä?“ „Was wir brauchen, das ist ein Auswanderungsgesetz! raus mit den Scheißausländern!“ „Vielleicht sollten wir doch auf den Verwaltungsweg noch einmal zurückkommen, es sind immer noch fast eine halbe Million ohne einen Antrag auf Asyl in der Bundesrepublik, also sollten wir eine Einwanderungspolitik erst dann mit rechtlichen Rahmenbedingungen umreißen, wenn wir wissen, um wie viele Personen es eigentlich geht.“ „Gehen, gutes Stichwort!“ „Sehr gut!“ „Die Vorgabe aus dem Innenministerium ist klar, wir wollen eine ganz klare Regelung, so dass das, ich meine, das muss ja dann ganz klar geregelt sein. Also werden, jetzt.“ „Hä?“

„Der Punkt ist doch, dass der Innenminister bisher noch nichts Sinnvolles unternommen hat, um diese staatsrechtlich einigermaßen vernünftigen Problemlösungen auch nur anzufangen.“ „Sie müssen das verstehen, es handelt sich schließlich um den Bundesinnenminister. Der Mann ist ja nicht in seinem Amt, um irgendwas Sinnvolles zu tun.“ „Sondern?“ „Ja Gott, den ganzen Tag zu Hause herumsitzen ist auch nichts, wenn er jetzt schon in Pension ginge, würden die Leute auch meckern.“ „Sehr gut!“ „Bevor ich Flüchtlingen vorschreibe, dass sie in einem Landkreis bleiben müssen, weil sie sonst ihren Asylstatus verlieren, muss ich doch erstmal wissen, wer wo einen Antrag stellt.“ „Ist doch scheißegal, die kann man jetzt schon alle rausschmeißen! Das ist doch nicht relevant, wo die Scheißausländer sind, Hauptsache raus!“ „Und wenn ich die in irgendwelchen strukturschwachen Regionen unterbringe, ist es doch vollkommen sinnlos, dass ich ihnen vorschreibe, innerhalb einer festgelegten Frist einen Arbeitsplatz zu finden.“ „Die wollen doch gar nicht arbeiten, deswegen sind die doch hier!“ „Wir müssen aber nun mal dem Wunsch des Bundesinnenministeriums entsprechen, als dem Innenminister: klare Vorgaben, wer sich wann wie integriert.“ „Sehr gut!“ „Und der Mann weiß, dass es diese ganzen Deutschkurse, die die Leute absolvieren sollen, gar nicht gibt? und ihm ist klar, dass das Nichtbestehen einer Sprachprüfung als Grund für eine Abschiebung von Karlsruhe im Eiltempo kassiert würde?“ „Sprachkurse – wir bezahlen den Scheißausländern Sprachkurse! zahlt dieser linksgrüne Terrorstaat von Fatima Merkel uns etwa Sprachkurse?“ „Hä?“ „Haben Sie damals auf der Förderschule etwa keinen gehabt?“ „Werden Sie mal nicht komisch, Bürschchen!“ „Sehr gut!“

„Vor allem, was soll man mit einem halben Deutschkurs anfangen, wenn man hinterher sowieso abgeschoben wird?“ „Das fragen Sie mal besser den Innenminister, der…“ „Und was ist das für eine hirnverbrannte Idee, die Leute erst durch Kurse zu schicken, bevor man sie auf den Arbeitsmarkt lässt, wo sie sich vermutlich viel schneller integrieren würden?“ „Hä?“ „Die nehmen uns doch nur die Arbeitsplätze weg, diese Scheißausländer! die müssen so schnell wie möglich raus!“ „Und das wollen Sie ernsthaft als Integrationspolitik bezeichnen?“ „Mir ist das doch egal, aber wenn wir die nicht schnell wieder rausschmeißen, dann kommen immer mehr, und die letzten Wahlen waren ja schon schlimm genug für uns.“ „Sehr… nee, also das ist jetzt ja…“ „Dann muss man eben einen Forderungskatalog aufstellen, den die meisten eventuell sogar erfüllen können, und dann sehen wir schon, wer von denen die Integration wirklich will.“ „Wie stellen Sie sich das denn vor?“ „Die sollen sich zuallererst mal an Recht und Gesetz halten, wir sind hier ein Rechtsstaat! Wer ständig gegen die Verfassung verstößt oder unseren Staat auszuhöhlen versucht: gleich raus!“ „Aber das gilt doch für die anderen auch?“ „Und ich will hier keinen haben, der in irgendwelchen kriminellen Organisationen tätig ist! solche Leute können wir hier schon glich gar nicht gebrauchen!“ „Hm.“ „Und die sollen sich verdammt noch mal anpassen an Deutschland! Wenn ich das schon höre, die wollen unsere Kultur bereichern: geschenkt, das haben wir nicht nötig!“ „Aber…“ „Wollen Sie, dass der nächste Bundeskanzler Ötzfötz heißt?“ „Sehr gut!“ „Und das reicht Ihnen als Beschlussvorlage?“ „Für den Anfang schon.“ „Dann versuchen wir’s mal. Hallo? Herr de Maizière? Ich habe zwei Nachrichten für Sie, eine gute und eine schlechte.“

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