In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCXCI)

7 05 2016

Es züchtete Beat in Lausen
Karotten, die er vor dem Schmausen
aus Angst vor Insekten,
die ihm nicht gut schmeckten,
recht gründlich begann abzubrausen.

Raúl aus Junín de los Andes
erkennt man als Herrn seines Standes –
er zählt, trotz Erbarmen
im Ort, zu den Armen.
Man merkt es anhand des Gewandes.

Es plätschert bei Jürg in Berolle
die Tonne mit Regen schon voll.
Erst netzt es die Hand schon,
jetzt quillt’s übern Rand schon.
Er schreibt es brav ins Protokoll.

Acácio gilt in Bensafrim
als Kellner kaum hinnehmbar schlimm.
Es trägt keiner Teller
erst sichrer, dann schneller,
was stört: er ist ohne Benimm.

Wenn Erni, der Schreiner in Bure,
beim Einbauen der neuen Tür
das Holz nicht lädierte
und Griffe mitführte,
verlangt er noch Extragebühr.

Beim Fußball galt Zeke in Hwedza
als recht unerträglicher Schwätzer.
Die Schiedsrichter flohen,
es half auch kein Drohen
beim meckernden Regelverletzer.

Wenn Ueli mal fischte in Morges,
zog er an den Netzen recht forsch
mit reinem Gewissen,
bis diese dann rissen.
Dann kaufte er ein, und zwar Dorsch.

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2 responses

7 05 2016
Lo

Herrlich, einfach nur herrlich!

7 05 2016
bee

Merci 🙂

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