In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCII)

23 07 2016

Es jammert der Schorschl in Weingraben,
er wollte doch gerne noch Wein haben.
Er trank schon zwölf Drittel,
ihm fehlen die Mittel.
Dafür wird er morgen noch Pein haben.

Dambisa, ratlos in Petauke,
sieht ein, ihr Sohn ist ein Rabauke.
Rebellischen Fürstchen
gibt sie statt der Würstchen
fortan nur noch Gurken und Rauke.

Der Hiasl, der hackte in Stoob
das Holz für den Burschen zu grob.
Als dieser mal fehlte,
war er’s, der sich quälte,
weil er seine Scheite kaum hob.

Was Eðvarð beim Sammeln in Kjós
nach Hause bringt, ist meistens Moos.
Bei Husten und Schnaufen
kommt alles gelaufen
zu ihm, denn die Wirkung ist groß.

Man ahnt, dass der Karl in Dreihütten
beim Feuerholzhacken den Schlitten
ganz herzlos zertrümmert,
weil ihn nicht bekümmert,
wie sehr seine Buben es litten.

Dass Mekonnen stöhnte in Bure
bei jeder gewichtigen Fuhre,
ist jedem verständlich.
„Nach zwei Jahren endlich
ist Geld da, damit ich mal kure!“

Der Norbert, der schnaufte in Heugraben.
Er wollte partout viel mehr Heu haben,
das heißt, er will Jassen,
die Arbeit belassen
und sich dabei gut am Gebräu laben.

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