In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCVIII)

3 09 2016

Es steht Šárka heimlich in Eule
versteckt hinter der Marmorsäule.
Schon nahen die Schwestern,
die sind nicht von gestern
und sehen im Schatten die Beule.

Es zieht Brian in Pukekohe
Bananen. Die Palmen sind hohe
und rutschige Bäume.
Am Ende der Träume
hat er grüne Früchte und rohe.

Wenn Milan zu viel aß in Gießhübel,
dann sprach seine Mutter: „Geh, lies Bibel!“
Mit Psalmen und Klagen
Verstört er den Magen,
ihm wurde dann später recht fies übel.

José aus Cova da Piedade
trank tagein, tagaus Schokolade,
wenngleich nur aus Wasser.
Ein Brei war’s, ein nasser,
und dazu noch ausnehmend fade.

Es feudelte Věra in Frischwasser
die Küche. Sie kippte ins Wischwasser
recht starke Essenzen.
Es sollte wohl glänzen,
sie wird nur durch dieses Gemisch blasser.

Es fragt Kārlis, ob’s in Nītaure
auch Drops gab – am besten gar saure,
doch sah es im Kaufhaus
nicht nach einem Kauf aus,
der Händler sprach nur: „Ich bedaure!“

Strich Adam den Zaun in Fassattengrün,
dieweil das Vieh will auf die Matten ziehn,
träumt er sich auf Berge,
wo Menschen wie Zwerge,
und malt zwischenzeitlich die Latten grün.

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