In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCX)

17 09 2016

Oksana misst fleißig in Kes
Tapeten ab. „Wenn ich nicht mess,
dann wird’s nicht genügen
und ich muss anfügen,
wenn ich nicht die Stelle vergess.“

Étiennes Eissalon in Mvangane
kredenzt heute Kirsch und Banane,
und doch scheint den Gästen
von allem am besten
ein Tässchen gezuckerte Sahne.

Es fuhr Semjon in Saraktasch
den Wagen im Regen meist rasch
hinein in den Keller.
„Denn wär ich nicht schneller,
wär’s nass, bevor ich’s danach wasch.“

Fulgence hobelt auf Île aux Nattes
die Bretter von Hand trefflich glatt.
Dass dann, weil’s recht dünn ist,
das Holz ziemlich hin ist,
steht auf einem anderen Blatt.

Natalja, der Torfrau in Chor,
der stand ein Elfmeter bevor.
Sie war optimistisch,
denn schon rein statistisch
glänzt sie meistens per Eigentor.

Mamnoon buk sich in Datta Khel
sein Brot selbst. Ein ganzer Sack Mehl
ging drauf für die Laibe.
„Was ich mich aufreibe,
wenn ich jetzt die Brote noch zähl!“

Jewgei, beim Zoll in Kubinka
berüchtigt als ganz schwerer Trinker,
war dennoch beliebt, wenn
man Wodka ihm gibt, denn
dann wird er zum reinen Durchwinker.

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