In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCXV)

22 10 2016

Als Romică sich jüngst in Freck
den Mantel anzog, sorgt ein Fleck
für Unbill und Jammer,
doch fiel in die Kammer
nur Mondlicht ein. Was für ein Schreck!

Es knöpfte sich Vilma in Bog
den langen, gemusterten Rock.
„Wie oft wir das hatten!
Das ist für den Gatten,
den ich zum Geschirrspülen lock.“

Es legt Radu sich in Altflagen
zum Mittagschlaf stets auf den Magen.
Er denkt, beim Verdauen
Gewicht abzuflauen,
und muss über Fülle nicht klagen.

Mahmud, der in Ali Sabieh
vom Nachbarn sich Bücher auslieh,
war selbst kein Verleiher,
denn Bücher sind teuer,
und Säumnis, die er nie verzieh.

Es kochte sich Zsombor in Kerz
tagein und tagaus nichts als Sterz,
jedoch nur im Winter.
Dann kam er dahinter,
es gibt schon Gemüse im März.

Es zielt Joe genau in Nine Mile
mit Fernrohr und Bogen und Pfeil.
Dann musste er niesen.
So ist es erwiesen,
des Nachbars Gewächshaus blieb heil.

Es kletterte Gavril in Föen
im Herbst gern herum auf den Höhen
mitsamt einem Drachen.
Was soll man sonst machen,
wenn’s draußen nichts gibt als die Böen?

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2 responses

22 10 2016
Lo

:-))

23 10 2016
bee

Merci 🙂

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