In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCXVIII)

12 11 2016

Ilona, die nervte in Hopfenberg
ihr Bruder. „Wenn ich nachts sein Klopfen merk,
ist’s wegen den Strümpfen.
Hilft kein Naserümpfen,
wenn ich bis zum Morgen beim Stopfen werk.“

Navíd suchte Blumen in Meymand,
die er bisher nur noch im Mai fand.
Jetzt sucht er vergebens.
Den Rest seines Lebens
fand er sie, wenn niemand dabeistand.

Es klagte Andrej in Sokolken,
die Mägde, die bei ihm oft molken,
sind öfter bei Regen
nicht gerne zugegen,
inzwischen beim Anblick von Wolken.

Der Gregor, ein Dichter aus Heimschuh,
ging tränenden Auges dem Heim zu.
Den Menschen bedacht er
bei Tag und bei Nacht schwer.
Es passt da nun wirklich kein Reim zu

Irena, die hat in Warkallen
an Kühen besondres Gefallen.
Doch Fell und Gehörne
hat sie nicht mal gerne,
sie mag vorzugsweise die prallen.

Altangerel fürchtet in Erdenet
beim Gang auf die Waage, er werde fett.
Er isst jetzt nur Sprossen
und macht unverdrossen
sein Übergewicht nur mit Erde wett.

Als Bolesław diente in Zillmitz,
dacht er: „Ja, ich find an dem Drill Witz –
wenn ich exerzier hin,
bis ich Offizier bin,
und wenn ich daran bis April sitz!“

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