In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCXX)

26 11 2016

Weil Vendula glaubt in Groß Würben,
dass Blumen im Freien verdürben,
baut sie um die Pflanzen
im Großen und Ganzen
ein Häuschen, bevor sie noch stürben.

Dwayne nahm sich in Talimatau
nach Jahren der Suche die Frau,
die er schon lang kannte,
auch wenn da nichts brannte.
„Nur deshalb, weil ich ihr noch trau.“

Es nörgelte Hana in Holleschau:
„Wenn ich hier am Tisch an der Scholle kau,
kommt immer mein Bruder,
im Schlepptau sein Luder,
und stets ist dabei seine Olle blau.“

Wenn man Chum besucht in Poipet,
liegt er noch am Mittag im Bett.
Nicht eher erwacht er,
den Tag macht zur Nacht er.
Das macht er am Abend dann wett.

Es störte sich Soňa in Beerenheid:
„Wenn ich den Wald wegen der Bären meid,
so liegt’s an den Schafen,
die oft einen trafen –
und außerdem bin ich das Scheren leid.“

Wenn Mesgen, der Landwirt aus Lekker,
ums Eck biegt mitsamt seinem Trecker,
ist Hupen nicht nötig.
Man hört ja doch stetig
sein glockenrein lautes Gemecker.

Es züchtet sich Pavel in Gleimen
Getreide, indem er mit Keimen
den Teppich bestreute.
Er erntet, und heute
verkauft er’s oft in Eigenheimen.

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