In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCXXII)

10 12 2016

Wenn Béla sich kämmte in Dirn,
kämmt er nur das Haar aus der Stirn,
jedoch die Gedanken,
die dahinter schwanken,
die kriegt er nicht so aus dem Hirn.

Marlen aus Bella Vista Norte
braucht für ein Kleid zehn Meter Borte.
Die Schwester, Maqueta,
braucht höchstens drei Meter;
sie isst auch nicht jeden Tag Torte.

Wenn Miklós beim Radeln in Barth
der Drahtesel unentwegt knarrt,
nimmt er es gelassen.
Es ist nicht zu fassen,
wie er dies Geklapper vernarrt.

Luzila, die übt in Catete
am Abend beharrlich Trompete,
das heißt: sie spielt täglich
sowohl laut wie kläglich.
Der Schwester bleibt nur die Machete.

Da Igor die Geige in Gorg
vermisst, denkt er: „Wenn ich was borg,
kann ich sie auslösen,
so wie’s einst gewesen.“
Die Frau hört derweil nichts – dank Kork.

Chalifa, beim Rennen in Sabha
am Schalter, setzt nicht auf Gelaber.
Er späht nach den Pferden
und denkt: „Was soll’s werden,
ich setz im Galopp auf die Traber!“

Wenn Radek, der Winzer aus Hrost,
den Wein liest, gibt’s meist sauren Most.
„Das ist“, sagt er tüchtig,
„geschäftlich auch richtig –
man isst dazu gern süße Kost.“

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