Abgesang auf ein altes Jahr

18 12 2016

für Erich Kästner

Es war ein bisschen viel. Es ließ nichts stehen,
was dort im Wege wuchs. Das sank dahin,
als müsse es so sein. Die Wolken gehen.
Das ist nun ihr Beruf und ihr Gewinn.

Es wurde oft und viel zu viel gestorben,
wie immer war es sinnlos und verfrüht.
Nicht nur die Laune hat es uns verdorben.
Wir wissen längst nicht mehr, was uns noch blüht.

Nur manche Tage gaben sich ganz heiter.
Das war besonders schaurig, wüst und laut.
Wenn andre gingen, lebten wir nur weiter,
und doch ist es uns seltsam unvertraut.

Noch sind es fast zwei Wochen. Alle Zeichen,
dass sich noch etwas bessert, sind verweht.
Und wie sich Traum und Wirklichkeit auch gleichen,
das nächste Jahr, es findet seine Leichen
schon, über die es geht.

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