Der große Knall

28 12 2016

Es mag an den Festtagen liegen, da jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Hier war es doch trotz der bereits in voller Stärke aufgefahrenen Himmlischen Heerscharen – die man bekanntlich auf der Südhalbkugel besser sieht, darum treten sie ja auch in Australien auf – erstaunlich ruhig, und nur wenige Gäste nahmen an der festlichen Aufführung teil. (Philosophische Frage am Rande: wenn es laut ist und niemand hört zu, existiert dann der Lärm? Und wie ist das dann mietrechtlich zu bewerten?) Jedenfalls ist auch der vorletzte Freitagstexter für dieses Jahr beendet.

Nun aber machen wir uns nichts vor, es lag sicher auch an der außergewöhnlich schwierigen Aufgabe, auf dem Bild verwertbare Spuren zu finden, die der möglichst exakten musikhistorischen Einordnung dienlich sein könnten. Viele hätten zum Beispiel bei einer falsch herum gehaltenen Geige an die übliche australische Handhabung gedacht. Oder an einen Bratscher.

Ich aber, der ich nicht zum ersten Mal in einem Dilemma stecke, ungefähr genauso viele Beiträge wie Plätze zu haben, wende auch genau denselben Trick an, um nicht einen Kommentar auf Kosten der anderen ganz unten aufs Treppchen zu verbannen. Die Preisverleihung beginnt, und wir haben genau einen Sieger, der jenen großen Knall hat – hören können. Es ist hubbie, der Kenner der frühen Klassik, und sein Kommentar ist fürwahr ein Paukenschlag.

Eunice war es lästig geworden, dass bei ihren Kammermusiknachmittagen die Gäste reihenweise wegdösten, diesmal sollte Haydns Nr.94 einen unvergesslichen Moment bereiten…

Herzlichen Glückwunsch! Das goldene Töpfchen geht, wie ich meine, an hubbie – sollte der Austragungsort sich geändert haben, bitte ich um eine kurze Benachrichtigung – und läutet dort die letzte Runde des Jahres am 30. Dezember ein. Sollte es zwischendurch laut werden, wir wissen ja, woran es lag.

Update: Da ich in dieser Woche keine Zeit mehr habe für einen neuen Freitagstexter, reiche ich den Preis für die mathematische Meisterleistung (exakte Berechnung eines Miss-Verhältnisses) an lamiacucina weiter und stelle es angesichts der knapper werdenden Zeit anheim, am 30. Dezember oder am 6. Januar fortzufahren.

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3 responses

28 12 2016
hubbie

Lieber Mischer der Worte, so gerührt ich über deine Laurel bin, ersuche ich dich mangels eigenen Blogs – ja solche Exoten soll es noch geben – einen anderen Sieger zu küren oder selbst den Texter auf meinen ausdücklichen Wunsch fortzusetzen. Gruß an alle aus der Ebene der Steinkrüge!

28 12 2016
hubbie

natürlich sollte es „bee“ heißen, sorry, aber ich kämpfe hier im hintersten Laos um jedes bit

30 12 2016
Freitagstexter: Prosit Neujahr! | lamiacucina

[…] vergeben wird. Diesmal beschied mir der Rücktritt des bloglosen und fernab weilenden Siegers hubby die  ehrenvolle und schwierige Aufgabe, den letzten Freitagstexter dieses Jahres ausrichten zu […]

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