In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCXXV)

14 01 2017

Es wundert sich Bohdan in Nesselwitz.
„Des Abends, wenn ich hier im Sessel sitz,
ist’s warm und behaglich,
doch irgendwann fraglich,
warum ich direkt hier am Kessel schwitz.“

Beim Flechten sprach Wiktor in Bikin:
„Dem Knecht gib die Ruten, dann schick ihn
heraus, sie zu wässern,
wird er sie nicht bessern,
dann komm wieder rein. Und dann knick ihn.“

Es prüft Małgorzata in Loyen
im Auftrag der Damen die Treuen.
Das Gute belegt sie,
den anderen pflegt sie
Respekt für die Frau einzubläuen.

Es trug Ekrem langsam in Dedeler
die Speisen auf. Schon kam der Knödel her,
der manche der Gäste
erquickte aufs Beste –
damit es nicht dampft, muss der Wedel her.

Wenn Zygmunt die Garben in Nipter
betrachtet, dann schnippt er
nur mal mit den Fingern,
er weiß von den Dingern,
was dann nicht recht fest steht, das kippt er.

Es mault Aljaksandr in Braslau:
„Man kocht hier so schlecht, dass ich Gras kau!
Ich kann es nicht ändern,
dies zählt zu den Ländern,
in denen ich nicht mal den Fraß klau!“

Auf Radosławs Grund in Monethen
pflegt er täglich Unkraut zu jäten.
Er zupft jedoch alles
im Falle des Falles
heraus. Dies führt zu leeren Beeten.

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