In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCXXVIII)

4 02 2017

Wenn Zdenka sich setzte in Bautsch,
dann räumte sie erst mal die Couch.
„Die Hüte des Gatten,
die ihr Ende hatten,
such ich, weil ich sie oft zerknautsch.“

Veweziwa klebte in Tses
Tapeten. „Wenn ich mich vermess,
verschneid ich die Bahnen.
Man soll es nicht ahnen,
dies Handwerk ist tatsächlich Stress.“

Des Nachts erwacht Václav in Frain
und sieht dort im Mondlicht ein Bein.
Doch er hofft vergebens
der Frau seines Lebens,
es sind nur ein Stuhl und ein Schein.

Ein Pferd kam zu Jorge in Güines.
Es kannte die Bar schon, so schien es.
Der Kellner wurd blasser,
der Wirt schrie: „Hol Wasser,
das Pferd ist hier Gast! los, bedien es!“

Wenn Bohumil putzte in Blauda,
dann montags. „Sonst ist meine Frau da,
die das alles störte,
schon wenn sie mich hörte
beim Saugen – sie ist sehr genau da.“

Beim Bauen rammt Morten in Syvsten
den Pfosten links hinten am tiefsten
hinein ins Gelände.
So sieht man am Ende,
sie war von den Hütten am schiefsten.

Es fühlte sich Jan in Groß Krosse
als Herr, der regiert auf dem Schlosse.
Tatsächlich befiehlt er;
in Wirklichkeit spielt er
jedoch nur den Knecht für die Rosse.