Sechs mal sechs macht…

3 03 2017

Freitagstexter

… Überraschung! Also in erster Linie für mich, da ich die Rückkehr des Texterpokals so schnell nicht erwartet hatte. Der Gummibaum steht noch hinter dem Stutzflügel – Hildegard wollte ihn unbedingt in der Ecke haben, sie hat bisher noch nichts gesagt, der Kübel steht warm und trocken, und mir ist das ganz recht – und der kleine literarische Salon aus einem Schreibtisch mit kippelnder Büchersäule, der Sitzgruppe und dem Teewägelchen ist bereit für den Freitagstexter.

Krabbeltiere mögen manche nicht einmal im Wohnzimmer, manche machen gleich eine ganze Küche daraus. (Böse Zungen behaupten, die Engländer hätten es erfunden, da die alles frittieren, was nicht schnell genug wegläuft.) Immerhin ging es beim fastnachtlichen Kulturflaneur nicht um Schabefleisch, Bienenstich oder Grillenwurst. Das Sortiment von Feinkost Käfer stand auch nicht zur Debatte. Noch mal Glück gehabt!

Dabei liegt es so nah. Früher noch röstete man Maikäfer für die Suppe an, in Nordfrankreich und Sachsen-Anhalt lässt man den Käse von Milben besiedeln, und die nächstverwandten Gliederfüßler wie Hummer und Garnele gelten als Delikatesse. Chacun à son goût! Deshalb sind auch die bis auf Weiteres gültigen Bestimmungen des Wortmischers für eine ordnungsgemäße Nichtbefolgung irgendwelcher Regeln so strikt einzuhalten, wie es halt gerade passt. Je mehr Kommentare, desto mehr haben alle ihre Freude. Bis Dienstag, den 7. März 2017 um 23:59 Uhr ist Gelegenheit zu einem laut und leise witzigen Ein- oder Mehrzeiler, Bonmot, Kalauer oder Ulk. Der Ändstraich ist noch ein wenig hin, aber Disziplin muss halt sein. Dem Sieger obliegt es, den Preis fortzutragen. Wer dann kein Blog sein Eigen, fragt nach, wer ihm für die Woche Unterschlupf gewährt.

Für dieses Mal steht ein legendärer Komiker Modell, und er ist nicht alleine gekommen. Auf Film gebannt und archiviert von der State Library of New South Wales. Klick macht groß.