In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCXXXVI)

1 04 2017

Recht oft buk sich Sándor in Jood
mit dem, was noch da war, sein Brot.
Bald sind die Vorräte
nur Mehl, Hefe, Bete –
es ging, doch der Laib wurde rot.

Norberto in Villa Gesell
fand morgens am Zaun etwas Fell.
Ein Fuchs war’s nicht, eher
ein Hund. Sah man’s näher,
erkennt man den Nerzmantel schnell.

Es kaufte sich Gábor in Gieck
ein Bett. „Wenn ich jetzt darin lieg,
werd ich schnell verdächtigt,
von dem, der nicht nächtigt,
dass ich mich beim Liegen verbieg.“

Gonçalo kauft ein in Alhais.
Sehr günstig erschien ihm der Preis
am Großmarkt. So kauft er,
die Haare dann rauft er.
Was soll er mit zehn Tonnen Reis?

Wenn Kálmán zur Fasnacht in Doone
als König ging, trug er stets Krone.
Jetzt fand er das Ding nicht.
Entweder er ging nicht –
das ging nicht – so ging er halt ohne.

Man wusste, wenn Åskjell in Horten
im Laden mit fünferlei Torten
den Sonntag verbrachte
und kaum Werbung machte,
verkaufte er dreierlei Sorten.

Dass György auf dem Jahrmarkt in Gant
am Fruchtsaft- und Eiswasserstand
zwar kräftig ausschenkte,
doch pleite ging, lenkte
sein Denken auf eins: Gläserpfand.

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