In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCXXXVIII)

15 04 2017

Wenn Zdzisław beim Training in Mantel
Gewicht vermisst samt der Hantel,
dann kommt es wie immer
meist harmlos, oft schlimmer
zu Wutanfall, Zorn und Gegrantel.

Jean-Paul kocht für Gäste in Y.
Den wahren Geschmack trifft er nie,
sie finden es salzig,
zu fade und schmalzig.
Sie sind halt aus der Normandie.

Es ärgert Marie in Neuwedel
beim Nähen das trotzige Mädel.
„Sie ist bei den Stichen
recht langsam, verglichen,
und will auch noch, dass ich einfädel!“

Umberto, der wusch sich in Nals
die Ohren, jedoch nie den Hals.
Die Sorge, sie packte
ihn, dass es dort knackte
beim Wenden. Das ging keinesfalls.

Für Paweł, den Müller in Sager,
war nichts so schön wie seine Lager.
Hier schaufelt das Korn er
von hinten nach vorn her
und züchtet sich Katzen und Nager.

Es wühlt Léon in Liedekerke
sich durch die gesammelten Werke
von Friedrich von Schiller,
wird stiller und stiller –
die Klassik ist nicht seine Stärke.

Weil Bogdan sich wundert in Mehlsack,
sagt er: „Wohin ich auch das Mehl pack,
es ist immer fort, wenn
ich’s suche – auf Wort, denn
man weiß, dass ich nie ohne Mehl back.“

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