In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCXLIV)

27 05 2017

Es wundern Gerlinde in Gaas,
die abends im Garten noch las,
die Maiblumendüfte,
wie feucht sind die Lüfte –
es quaken die Frösche im Gras.

Sieht Genrich, der Spieß aus Arutsch,
die Hosen, so sind sie nun futsch.
Nur noch kurze Beine,
der Rest auf der Leine.
Jetzt wird’s erstmal nichts mit dem Putsch.

Es züchtet Hans in Oberdrosen
recht haltbare Sorten von Rosen,
die zwar auch verblühen,
doch scheut er nicht Mühen.
Er bietet sie an – auch in Dosen.

Dass Nixon macht in Kabarnet
beim Laufen den Rückstand oft wett,
bringt manche Sekunden.
Man hat rausgefunden,
er geht schon mit Schuhen ins Bett.

Es pflegte sich Joschi in Welten
im Frühling partout zu erkälten.
Die Ärzte, die stutzten,
was sie auch benutzten.
Er musste im März immer zelten.

Boughera verkauft in Boughouf
Skulpturen, die er auch erschuf.
Die waren aus Käse.
Das bringt kaum Erlöse,
doch hat keiner diesen Beruf.

Der Loisl, der schoss sich in Tadten
recht wunderlich Tiere zum Braten.
Die Gäste vertrauten
ihm nicht, was sie kauten.
Sie mussten es immer erraten.