In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCLXII)

30 09 2017

Wenn Oswald den Sohn in Amstetten
mitsamt Schlafgast holt aus den Betten,
so gähnen sie kräftig
und tun ganz geschäftig,
als ob sie schon Schlaf gehabt hätten.

Abdullah, der trank in asch-Schihr
im Nachtlokal Bierchen auf Bier.
Das dauerte Stunden.
Der Wirt dreht schon Runden,
ihm fehlt an dem Gast schier die Gier.

Da Pius im Wald von Holzschachen
die Bäume recht schrecklich hört krachen,
denkt er, dass die Äste
sich selbst halten feste,
und muss dabei fürchterlich lachen.

Zog David im Garten von Mhlume
vereinzelt ein Reis, eine Blume,
so blühte daneben
kein pflanzliches Leben.
Man sah allein die Ackerkrume.

Es führt Heinz in Langenschönbichl
beim Mähen recht fesch seine Sichel.
„Ich schneide behende
das ganze Gelände
recht sicher, wenn ich vorher pichel.“

Maïssa wacht in Beni Mester
am Morgen im Garten der Schwester.
Gezwitscher, das plagt sie,
und also verjagt sie
die Vögel. Sie lässt nur die Nester.

Dass Rudolf in Tulbingerkogel
das Nest für den frühesten Vogel
im Garten versteckte
und diesen so neckte,
fand er gut: „Ich mag’s, wenn ich mogel.“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CCCLXXXVIII): Sofortness

29 09 2017
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Kann man nicht froh sein, dass der Hominide sich als Säugling nicht an die postmoderne Art des Just-in-time-Managements gewöhnen mag? Die Milch ist noch nicht ganz da, wir müssen erst noch den Betriebsrat fragen, aber da kommt noch die Veränderung der Börsenkurse – Rohstoffe haben wir, personelle Kapazitäten, die wir nicht sofort freisetzen müssen, um wieder Rohstoffe zu haben, für die wir personelle Kapazitäten bräuchten, wenn auch möglicherweise an einem anderen Ort, da sich die Subventionen immer mit der wirtschaftlichen Schwerkraft verschieben – und wir haben am Ende keine Milch, denn was nützt es uns, dass sie der Verbraucher verbraucht, wenn der Koksbaron davon keinen neuen Porsche kriegt. Sind wir am Ende das christliche Abendland? Das Baby lässt die Idee zentral gesäugter Bürger schießen und nuckelt lieber für sich, Brust statt Frust, und weiß, dass der Nährstand ihm schnellstens zur Verfügung stehen wird, da keine staatliche, wirtschaftliche oder sonst hirnfremde Institution sich dem entgegenstellt. So und nicht anders, aus dem Geist bisher gründlich versaubeutelter Strukturen, entsteht der Keim des neuen Anspruchsdenkens. So entsteht der Drang nach Sofortness.

Klar hat im Holozän nicht alles auf Knopfdruck funktioniert. Zum Beispiel gab es am Anfang noch so gut wie keine Knöpfe. Später dann hatte keiner Internet, was sich in der Jungsteinzeit kaum besserte, aber im Mittelalter auch nicht. Am liebsten hätte Columbus alle seine Brötchen online bestellt, auch wenn seinerzeit keiner wusste, was Brötchen waren, aber der Gedanke einer schleunigst aufpoppenden Lieferung hätte die Machtmenschen der Epoche fröhlich gestimmt, hungriger, ihnen die letzte Gnade genommen, kurz: sie hätten uns den Schmodder um die Ohren geklatscht, den wir heute in der Globalisierung zu dulden haben. Sie wollen die in der Sache liegenden Gründe ausblenden, die damit beschäftigten Synapsen sind nun mal mit anderem Zeugs beschäftigt, und also weimert das Konsumkind ad hoc, wenn es seine Ware nicht mit Hackengas kriegt. Die trübe Illusion einer stetigen Verfügbarkeit lockt, doch die Wirklichkeit ist nicht an die Prozesse vom Reißbrett anzubinden. Was auch immer da passiert, es wird nur über ein Bild vermittelt, wie es Reklame gemeinhin vorgaukelt. Die Ungeduld des infantilen Zeitgeizers in seiner Fixierung duldet nur die Instantbefriedigung – keiner will, keiner kann warten, weil die Hastkappe dem Deppen im Halbsekundenschlaf den Takt auf den Zehen vortanzt.

Die Echtzeit schwiemelt sich dem Blödkolben farbecht ins Stammhirn – hat auch keiner je die Verwandlung vom Ei zum Huhn gesehen, er fordert die Bestätigung unterhalb der Planckzeit, jodelndes Rotlicht und knallendes Konfetti, ein Feuerwerk der Teilchenbeschleunigung, wo das Licht kurz in die Kaffeepause geht. Paradoxerweise verlangt der Depp am Marktstand, wo fünfzig Leute um ihn stehen, das reibungslose After-Sales-Ballett – Kunden, die Obst gekauft haben, kauften auch Brot, eine Axt und viel Munition – und will im Internet ab einer Interaktionsdauer von mehr als zwanzig Sekunden, dass sich ein Krisenmanager mit Äpfeln zur Intervention auf die vegane Seite der Plattform schlägt, koste es, was es wolle, weil keiner warten will, der die anderen warten lässt. Das Reflektieren der Anspruchshaltung der anderen würde die eigene Anspruchshaltung verändern, aber was erwarten wir von grottoid begabten Ich-hier-jetzt-Clowns, deren Getrommel auf der Brust in seichte Lächerlichkeit zu kippen verspricht, wenn man es wenigstens für den Wahlkampf zu nutzen verstünde. In seinem Drang, sich eine Tütensuppenexistenz aus reinem Abfall zu schrauben, gerät der Bekloppte alsbald unrettbar in die Schnellsucht, jenen selbst sich verstärkenden Prozess, dessen Strudel nur von außen wie Fortschritt aussieht.

Das technische Gerät muss nach dem Anknipsen gleich benutzbar sein, jede Bestellung Momente nach der Tat im Briefkasten landen. Der Schmerz soll Sekunden nach der Pille verschwinden, das Glück per Tinderwisch aus der Fläche poppen. Wir sind so genügsam geworden, dass wir alles verlernt haben, uns auf die entscheidenden Dinge zu freuen, und wenn, schludert sich das Schöne vermatscht zwischen zwei Reizleitungspotenziale – ein neuer Markt für die Burnoutbranche, Fastfood für Flache, eine Weltreise im Überschallmodus, durch alle Kontinente gezappt auf der Suche nach verlorener Zeit, die sich weder ansparen lässt noch Zinsen abwirft, mangels Bodenhaftung kaum flüchtige Spuren im Sand und keine blauen Flecken auf der Seele, die sich im Mehrschichtbetrieb immer neue Wünsche aus dem Brägen popelt, ein Friedhof der Totgeburten, den man sich am besten dauerhaft aus der Perspektive säuft, bis sie weich hinter dem Horizont verschwimmt. Ein gutes Pils dauert drei Minuten. Schrecklich.





Ersatzflüssigkeit

28 09 2017

„… aus der Partei austreten werde. Unklar sei zunächst noch, ob Petry ein Verfahren wegen parteischädigenden Verhaltens abwarten werde oder bereits vor der…“

„… mit der Bundestagsverwaltung geklärt werden müsse, ob die neue Fraktion unter dem Namen der Alternative für Deutschland ihre Arbeit aufnehmen könne. Man werde die Erfahrungen aus Baden-Württemberg nutzen unter Berücksichtigung der zwei- bis dreifachen Bezüge für alle…“

„… neue Geschäftsräume mit Wickeltisch gefordert habe. Der Ableger der AfD werde nicht mit den ehemaligen…“

„… sich nicht an Ausschussarbeit beteiligen könne, da die Verwaltung und Vermarktung der Völkischen Freiheitsbewegung (VFB) schon mehr als die Hälfte des…“

„… es gegenseitige Abwerbungsversuche gebe. So sei Gauland von anonymen Kontaktleuten gefragt worden, ob er zu einem Putsch bereit sei und die Führung in einer neuen Abspaltung des…“

„… Bedenken angemeldet habe. Der designierte Präsident Schäuble habe zeitgleich die Volksfront für Deutschland (Pretzell) und die Deutsche Volksfront (Petry) in der…“

„… vor der Aufnahme der politischen Arbeit erst noch geklärt werden müsse, ob diese für eine im Deutschen Bundestag vertretene Partei überhaupt notwendig sei. Pretzell habe zuvor moniert, die von Volksverrätern durchzogenen Altparteien säßen nur im Reichstag, um sich als Marionetten der Wall Street am Gemeinwohl zu bereichern, inzwischen könne er dieser Haltung allerdings nur positive…“

„… scharfe Kritik von Höckes Anhängern geäußert werde. Petry werde aus der AfD ausgeschlossen, obwohl sie nicht den Holocaust leugne, Höcke allerdings sei…“

„… aber nicht von der Bundestagsverwaltung bestätigt werden könne. Auch im Bundesamt für Verfassungsschutz gebe es derzeit keine Quelle, nach der die Gründung der neuen Plattform abgelehnt werde, da man derzeit nicht genügend V-Leute für…“

„… dass die Bewegung als Die Blauen keine hinreichend schlüssige Bezeichnung aufweisen würden. Petry habe darauf mitgeteilt, Alternative für Deutschland sei auch nie als ernsthaftes…“

„… die gleichen Redezeiten beanspruche. Außerdem werde die Geschäftsführung darauf drängen, dass die neue Partei die komplette Wahlkampfkostenerstattung der Mutterpartei erhalte, da deren Vorsitzende sich ja nun im…“

„… die Deutsche Bahn AG verlauten lasse, das Signet DB dürfe aus rechtlichen Gründen nicht mehr im…“

„… ein Nationales Sonder-Unternehmen (NSU) bisher nicht offiziell in den…“

„… keines von insgesamt neunzig Interview-Angeboten an internationale Medien angenommen habe. Der Kopp-Verlag sei im letzten Moment aus finanziellen Gründen von seiner…“

„… ein Parteiprogramm mit dem Titel Die Blauen – Ersatzflüssigkeit für Deutschland vehement als Fälschung einer…“

„… im Compact Magazin umfangreiches Beweismaterial veröffentlichen wolle, dass Petry die Reptiloiden-Reinkarnation der von den Weisen aus Zion auf Aldebaran gezeugten Bundeskanzlerin sei und jede Nacht Chemtrails aus kolloidalem Silber quer durch die von Teegeeack beherrschte…“

„… unter den linken Gesinnungsterroristen gründlich ausmisten wolle. Tillschneider und Weidel wollten dies gerichtlich für sich einklagen, da sie eine Übernahme dieser Positionen durch eine andere NSDAP-Nachfolgeorganisation durch urheberrechtliche…“

„… in heldenhaftester Schlacht auf dem Feld der deutschen Ehre für Volk und Führer verrecken dürfe. Die edelste Aufgabe des deutschen Weibes sei es, Wehrersatz zu gebären, daher sei eine Frau nicht zum Parteivorsitz fähig. Weidel lehne es strikt ab, sich mit der…“

„… sich die Konservative Alternative christlicher Kräfte in einer konstituierenden Präsidiumssitzung nicht als…“

„… das Angebot gemacht habe, geschlossen in ihre Partei überzuwechseln. Petry habe diese Forderung damit begründet, dass es seinerzeit auch für manche Verbände notwendig gewesen sei, sich geschlossen in die SA zu…“

„… es weniger als technisch machbar sehe, die AfD-Fraktion in vier Jahren als regierungsfähige Mannschaft aufzubauen. Gauland habe mit voller Absicht geistig minderbemittelte Soziopathen mit entsprechendem Vorstrafenregister in den…“

„… Pretzell gesagt habe, er wolle einer Partei rechter Ordnung lutherischer Landesfreunde nur angehören, wenn er nicht in der…“

„… notfalls auch Kommunist, Eunuch, schwul, blond oder zurechnungsfähig werden wolle, wenn er regelmäßige Bezüge ohne Gegenleistung erhalte. Poggenburg sei mit dieser Bitte jedoch nicht auf…“

„… die Rechte Organisation treuer Zeitgenossen außer den designierten Vorsitzenden keine weiteren Abgeordneten im…“





Offen gestanden

27 09 2017

„Das ist noch nicht entschieden. Wir halten uns jede Entscheidung offen, wir sind ja eine offene Partei, hier kann ja jeder, und immer vorausgesetzt, dass er die Meinung unseres Vorsitzenden, aber dann ist hier auch manches möglich. Das Grundgesetz muss man hier nicht fürchten, wenn Sie das meinen.

Bayern darf man nicht mit der Bundesrepublik verwechseln. Wir haben ein eigenes Empfinden von Links und dem, was andere fälschlicherweise als Rechts bezeichnen. Das ist eine ganz andere Struktur als in den demokratischen, von einem Mehrparteiensystem verunsicherten Gebieten des deutschen, also der deutschen Staatsrepublik. Diese Verwechslung hat schon zu vielen politischen Fehlurteilen geführt, beispielsweise als dieses Volk als Wählerschaft den Strauß und den Stoiber aus vordergründig demokratischen Motiven nicht als Kanzler wollten. Wir haben da unsere eigene Herangehensweise, und wir werden die von der CDU in der Presse gestreuten Deutungen nicht einfach so stehen lassen.

Wir müssen jetzt erst einmal die offene Flanke auf der linken Seite schließen. Da dringen immer wieder neue christlich und soziale Ideen ein, mit denen wir letztlich inhaltlich und ideologisch überfordert sind – ideologisch geht das schnell, wir haben das Personal gar nicht so rasch auswechseln können – und dann verwechselt das noch einer mit dem Wahlkampf der Opposition, wo wir doch jetzt, obwohl nein: Opposition sind wir noch nicht, nur innerparlamentarisch, also innerhalb der Regierung. Wie eigentlich immer.

Jetzt müssen wir auch menschlich miteinander umgehen, das hat unser Vorsitzender betont. Nach Wahlniederlagen ist es ganz selbstverständlich, dass wir dieses Thema wieder in den Blickpunkt rücken, schließlich geht es um viele bedeutsame Dinge: den Lebensunterhalt für viele Spitzenpolitiker, ihre unterhaltsberechtigten Angehörigen, die Freunde aus den wirtschaftlichen Netzwerken und ein immer größer werdendes Netz an Partizipation. Da darf sich eine bürgerliche Minderheit nicht auf ihre sozialistischen Denkstrukturen zurückziehen.

Die Partei muss jetzt liefern, und da dachten wir zuerst an die Wähler. Das ist ja ein Modell der direkten Demokratie, das heißt, wir könnten uns letztlich ganz darauf verlassen, dass das Volk, also die Bevölkerung, dass die uns die politischen Themen vorgeben, und dann müssten wir nur noch bestimmen, ob wir uns auch daran halten. Also alles wie immer, nur mit demokratischem Anstrich. Kann man das so sagen?

Wir haben ja vor allem die kleinen Leute im Blick, denen es wirtschaftlich nicht gut geht, die sich sozial ausgegrenzt fühlen, kulturell abgehängt, also alles das, was einem in Bayern niemals nicht passieren würde, weshalb wir auch seit vielen Jahren eine so stabile Mehrheit haben, weil es sie gar nicht gibt. Da kann man schon viel tun mit einer Ausländermaut, wo der Landesherr spricht: Euch geh es schlecht, aber ich sage Euch, wenn wir die Sache in die Hand nehmen, so geht es Euch richtig beschissen, auf dass es ein paar Ausländern ohne jeden Grund noch ein kleines bisschen schlechter gehe, es sei denn, sie bringen Geld ins Land, dann leckt uns am Arsch. Man muss es dem Volk ja nur ordentlich kommunizieren, dann verstehen sie es auch. Und dann haben sie keinen Grund, sich um einen Identitätsverlust in unserem Land zu sorgen, weil wir ja eine Leitkultur haben.

Die Parteibasis realisiert ja gerade, dass wir ein ganz besonderes Verhältnis zu ihr entwickelt haben. Der Vorsitzende hat ganz recht, jeder darf sich da einbringen – es darf nur keiner erwarten, dass wir den Schmarrn ernst nehmen. Gerade diese nach allen Seiten offenen Flanken, dass wir nicht ganz dicht sind, das hat uns über die Jahre so beliebt gemacht im bayerische Volk. Nach drei, vier Maß handelt der Bayer einfach mit dieser Art der Konsequenz, und da muss ein echter Parteichef auch keine Sekunde an den Rücktritt denken. Der Kuschelkurs zu den Linksextremen in der CDU ist ja bei uns taktisch, das weiß man, wenn man uns ein paar Mal beobachtet hat, und der andere in Richtung Volksgemeinschaft, das heißt, wir werden auch da mit brutalster Verwaltung durchgreifen, wo wir nicht zuständig sind. Das werden sich die Fremdländer merken, die noch einmal nach Bayern kommen wollen!

Jetzt schauen wir erstmal in die Zukunft, und das heißt, wir werden die Privilegien für die vielen Geflüchteten, die wir auch in Bayern integrieren wollen, die wollen wir auf gar keinen Fall anerkennen. Kostenlose Deutschkurse, kostenlose Schlafplätze in Turnhallen, Sammelunterkünften und Industriebrachen, kostenlose Bewachung durch NPD-Ortsverbände in Bürgerwehrkluft – das hat man dem anständigen Mann auf der Straße noch nie kostenlos zur Verfügung gestellt, und dann dürfen Sie nicht vergessen: das kostet und alle, obwohl der Bayer dafür Steuern an den Bund bezahlt! Wir sind davon überzeugt, dass wir mit dem Ansatz eine neue Wählerschicht gewinnen können, ohne die bereits gefährdete endgültig zu verlieren. Denn eine Partei, die sich der Regierungsverantwortung stellt, kann einfach auf keine Stimme verzichten. Erst recht nicht aus dem Präsidium. Oder was meinen Sie, wie man konservative Politik macht?“





Zukunftskandidaten

26 09 2017

„… neue Aufgabe und ein neues Selbstverständnis gewinnen wolle. Der Schulzzug sei auch nach der Wahl ein bedeutendes Element des…“

„… sich in der Opposition erneuern müsse. Die Sozialdemokratie sei als politisches Modell nicht obsolet, nur weil es als Idee der Union viel besser von Merkel vertreten werde, die Sozialdemokratie sei jetzt nur eine…“

„… auf Kräfte zurückgreifen könne, die sich seit langen Jahren um die SPD verdient gemacht hätten. Eine Verjüngung könne mit Scholz, Oppermann und Nahles erhebliche…“

„… das Profil der Sozialdemokraten schärfen wolle. Zuvor müsse allerdings ein Arbeitskreis ein Profil, falls es überhaupt in der Partei…“

„… relevante Stärken der SPD auch ganz klar herausarbeiten wolle. So sei die Agenda 2010, die der CDU zu ihren stabilen Mehrheiten in Bund und Ländern verholfen habe, nie ohne eine SPD-geführte…“

„… möglicherweise vorher nicht realisiert habe, dass sie an der Regierung beteiligt gewesen sei, im Augenblick setze sich die Partei aber sehr intensiv auseinander mit dem Gedanken, dass sie in der Opposition als eine…“

„… mehr Gewicht geben wolle. Zwar habe neben Nahles keine Quotenfrau sich für nötige Führungsaufgaben gemeldet, man sei aber aus der Debatte im Wahlkampf sensibilisiert, dass man unbeliebte Führungsaufgaben in der Imagepflege vor allem durch Vervielfachen des Gehalts im…“

„… nach der absoluten Mehrheit im Jahr 2021 die Hartz-Gesetze nicht weiter verschärfen wolle, zumindest nicht gegenüber der in der aktuellen Regierung von Grünen und…“

„… noch nicht geklärt worden sei, ob eine Legislatur ausreiche, um ein persönliches Profil für Schulz ausreiche oder eine Profilierung der ganzen Partei notwendig sei. Roland Berger habe in einem Gutachten für die weitere Entwicklung des politischen Arbeitsmarktes die…“

„… als großes Vorbild gefeiert habe. Die Partei wolle Steinmeier, eben weil er als Bundespräsident nicht in die parteipolitischen Debatten eingreife, auch in der Öffentlichkeitsarbeit sehr stark in den Fokus rücken, da dies die Haltung der SPD zu jeder im Volk verwurzelten Haltung zu Politik und…“

„… den Fraktionsvorsitz basisdemokratisch in einer Urwahl ermitteln wolle. Damit sei ein enorm bedeutsames Moment der Erneuerung im…“

„… angemahnt habe, eine sozialdemokratische Politik zu betreiben, die den Namen auch verdiene. Es sei Verantwortung der SPD, jetzt eine Vision für eine Epoche zu finden, zu der andere Kräfte, die mit der Regierung strategisch und intellektuell noch überfordert seien, nicht fähig seien. Lindner wäre keinesfalls als…“

„… Maas inzwischen bemerkt habe, dass er nicht mehr Bundesminister sei. Damit sei die Riege der Zukunftskandidaten für eine absolute Mehrheit im Bundestag jetzt…“

„… zeitnah durchgeführt werden könne. Dennoch wolle die Partei vorab sicherheitshalber erklären, dass sie sich an das Ergebnis der Urwahl nicht…“

„… Frauen an die Macht zu lassen, um die Trümmer der bisherigen politischen Arbeit zu beseitigen. Mit dieser Strategie sei die Sozialdemokratie auch 1918 und 1945 schon…“

„… erst noch geklärt werden müsse, ob es einen formalen Koalitionsauftrag der Wähler gegeben habe. Schröder wolle durch seinen Rechtsanwalt prüfen lassen, ob es eine…“

„… Dreyer und Hendricks darüber einig seien, dass Schwesig nicht geeignet sei, den Vorsitz alleine im…“

„… die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I um bis zu drei Monate zu verlängern. Als Ausgleich wolle Nahles eine höhere Sanktionsquote in den…“

„… sich nicht die Kopfhaut habe färben lassen. Schulz werde mit allen rechtlichen Mitteln die…“

„… ein Antikorruptionsregister schaffen werde, wie es die jetzige Regierung nie zulassen könne. Ausnahmen lasse die SPD nur in den parteinahen und sonstigen wirtschaftlich oder durch Spenden verbundenen…“

„… mehr sichere Jobs in Deutschland schaffen werde, da durch eine weitere Verschärfung der Sanktionen niemand leichtfertig die Kündigung seines…“

„… den größten Niedriglohnsektor der EU mit dem neuen Mindestlohn von bis zu zehn Euro zu einem sozial verträglichen und vor allem betriebswirtschaftlich erfolgreichen…“

„… nahtlos an die Wahrung der Bürgerrechte in Deutschland anknüpfen werde. Auch in einer neuen linke Mehrheit ohne die Linke werde Maas eine glaubwürdig auf die…“

„… müsse der durchschnittliche Arbeitnehmer vielleicht vorübergehend eine schlechter qualifizierte Arbeit, nicht jedoch linear sinkende Entlohnung hinnehmen. Die SPD wolle während ihrer Opposition mit gutem Vorbild in diesem…“





Vorhandene Datenlage

25 09 2017

„Dann könnten wir vielleicht irgendwas über diesen Bürgermeister schreiben.“ „Welchen?“ „Der immer falsch parkt.“ „Das interessiert die Leute!“ „Aber ist das wichtig?“ „Könnte schwierig sein, da eine passende Werbung zu finden.“ „Können wir’s nicht erstmal im Printteil…“ „Nein, raus.“

„Also dann dieses Flugzeug.“ „Ah, gute Idee!“ „Das interessiert die Leute!“ „Kann man eine halbe Spalte mit Bildern…“ „Oder über zwei Spalten, und dann machen wir hier eine größere Headline.“ „Die Debatte wurde doch aber schon geführt?“ „Aber jetzt ist das Ding hier, und keiner fühlt sich dafür zuständig.“ „Es geht ja um Geldverschwendung.“ „Das ist bei Geschichte nun mal so.“ „Aber dann muss man das doch nicht so in den Fokus rücken.“ „Die Geschichte?“ „Nein, aber…“ „Jedenfalls sind die Bilder sehr schön.“ „Gut, eine halbe Seite.“

„Sind Sie schon fertig?“ „Wir haben erst die Seite hier, und da ist Werbung.“ „Ist das alles?“ „Wie, wir haben doch gerade erst…“ „Eine Anzeige ist doch nicht genug, hat da kein anderer Kunde inseriert?“ „Ach so.“ „Müssen Sie mal nachfragen.“ „Wir haben hier noch eine Story, wie ein Mann von einem Hund…“ „Wenn er den Hund beißt, nehmen Sie’s rein.“ „Also ist das…“ „Ich bin gleich wieder hier, legen Sie gefälligst einen Zahn zu.“

„Eier werden auch wieder zurückgerufen.“ „Ist das nicht schon Wirtschaftsteil?“ „Eigentlich ja.“ „Interessiert das die Leute?“ „Es betrifft sie doch schließlich alle.“ „Eben, und das ganz abgesehen von der sozialen Stellung.“ „Eigentlich eine gute Meldung.“ „Hoher Nachrichtenwert.“ „Ich finde, dass das die Menschen irgendwie sensibilisiert.“ „Schön, dass wir mal darüber gesprochen haben.“ „Also ja?“ „Haben Sie noch irgendwelche Fotos von Hühnern?“ „Die sind doch schnell besorgt.“ „Dann nehmen wir das in die linke Spalte.“

„Hier haben wir noch einen sehr schönen Unfall in Mecklenburg-Vorpommern.“ „Wie viele?“ „Was?“ „Na, Tote.“ „Wieso Tote?“ „Weil das die Leute sonst nicht interessiert.“ „Man muss doch auch mal etwas schreiben, was den Leuten…“ „Das lassen Sie mal nicht den Herausgeber mitkriegen.“ „Es war ein Laster mit Bauteilen für eine Windkraftanlage.“ „Sehen Sie? Nur, weil diese Ökospinner überall Windkraftanlagen in die Landschaft klatschen, haben wir schwerste Unfälle auf Deutschlands Autobahnen.“ „Das war auf einer Landstraße.“ „Noch schlimmer, da kriegen wir ja nicht mal gruselige Bilder.“ „Also die Leute interessiert das schon mal nicht.“ „Denke ich auch.“ „Haben wir sonst irgendwas mit Unfällen?“ „Nur lokal.“ „Keine Autobahnen.“ „Schlimm. Ich meine, man kann sich die Nachrichten doch nicht aus den Rippen schneiden, oder?“

„War da vor ein paar Tagen nicht mal was mit Nachtflugverbot?“ „Nicht, dass ich wüsste.“ „Das interessiert die Leute auch nicht.“ „Höchstens die, die da wohnen.“ „Aber das muss man doch nicht in der Zeitung schreiben?“ „Kommt darauf auf.“ „Auf was?“ „Wollen Sie eine Meinung präzise abbilden, oder wollen Sie ein…“ „Jetzt theoretisiert er wieder.“ „Meine Güte, wir wollen doch nur einen vernünftigen Artikel, halbe Spalte, gerne mit Bild und Infokasten!“ „Wir machen das mit den Eiern, aber größer.“ „Wirkt das?“ „Die Anzeigenabteilung ist ja auch noch nicht durch.“

„Hatten wir wenigstens schon eine Schlägerei auf dem Oktoberfest?“ „Heute?“ „Kann auch gestern gewesen sein.“ „Das ist auch Wirtschaft.“ „Sehr witzig!“ „Dann schreiben Sie es doch.“ „Wir haben ja gar keine Meldung.“ „Aber man kann doch davon ausgehen, dass die diesjährigen Besucher sich nicht anders verhalten als die Besucher vom vergangenen Jahr.“ „Voraussagender Journalismus? das wäre mir ja neu.“ „Wir können doch aus der vorhandenen Datenlage einiges extrapolieren und müssen nicht immer auf neue Nachrichten warten.“ „Hat das möglicherweise mit dem Interesse der Leute zu tun?“ „Mit Interessen schon, aber man weiß nicht immer so genau, mit wessen.“ „War da sonst irgendwas mit Fußball?“ „Sie wollen jetzt diesen anderen Flughafen in Berlin doch wieder.“ „Welchen anderen?“ „Den alten.“ „Das interessiert die Leute aber nicht.“ „Dann war da vielleicht doch irgendwas mit Fußball.“

„Der Chef ruft gerade durch, ob wir schon fertig sind.“ „Wir haben doch noch das mit dem Hund.“ „Wir haben da auch noch diese Frau, die Katzenkostüme näht.“ „Noch haben wir keinen Karneval.“ „Nein, Sie verstehen das falsch. Sie näht Kostüme für Katzen.“ „Das ist natürlich etwas anderes.“ „Haben Sie da Bilder?“ „Ich glaube…“ „Die Anzeigenabteilung hat auch schon etwas geschickt.“ „… das interessiert die Leute!“ „Und ich werde auf jeden Fall mal nachschauen, ob wir das nicht schon mal hatten.“ „Kann man aber noch mal bringen.“ „Gut, ich hätte auch nichts dagegen.“ „Wollen Sie es gleich rüberschicken?“ „Na, wie sieht’s aus?“ „Wir sind gleich fertig.“ „Alles, was seit gestern passiert ist? Haben wir nicht mehr?“ „Man muss auf die gesellschaftliche Relevanz achten.“ „Und ob es die Leute…“ „Außerdem den Aspekt der Transparenz nicht negieren.“ „Der Leser möchte heute Hintergründe, und die Geschichte soll trotzdem einen echten Nachrichtenwert haben.“ „Gut, und das haben Sie?“ „Wir sind sehr zufrieden, Chef.“ „Klare Aussagen. Alles, was man wissen muss, um unsere Welt zu verstehen. So soll unsere Zeitung sein. Weiter so!“





Der Große Sprung

24 09 2017

für Bert Brecht

Vor vielen Jahren gab man jenen Leuten,
die sonst mit Fisch und Reis die andern nähren,
die Order, dass sie sich im Ungefähren
die Zukunft in der Stahlfabrik erbeuten.

Zunächst war’s so, dass sich die Massen freuten;
sie konnten noch vom Vorrat etwas zehren,
und dann begann sich alles zu verkehren.
Dann kam der Tag, wo sie es nur bereuten.

Sie hungerten; Fabriken gab es nicht,
denn keiner wusste, wie man diese baute,
schon gar nicht einer, der davon nur spricht.

Dann starben sie, denn der Versuch misslang,
und starb auch, worauf man bislang vertraute:
die Menschheit zieht, man weiß, an einem Strang.





In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCLXI)

23 09 2017

Zuerst zeigt sich damit in Geiger
beim Uhrenkauf mutig. Die Zeiger
sind schließlich doch teuer
und ihm nicht geheuer.
Beim Preis wird er nun immer feiger.

Da Geworg beim Schleifen in Artik
das Messer zunächst fand noch schartig,
so ließ er alleine
den Schleife am Steine.
„Zwei Stündchen noch, so lange wart ich.“

Man munkelte, Ante aus Kastern
sei nur bekannt wegen viel Lastern.
Doch riss bei dem Sünder
man bald auf die Münder,
er fährt Steine, alles zu pflastern.

Dass Olov am Flüsschen in Angelstad
zwar sitzt, doch mitnichten ’ne Angel hat,
wird manchen erstaunen,
doch hört man auch raunen,
dass dort quasi jeder ’nen Mangel hat.

Man hörte bei Stanko in Sgraden,
die Gäste, die stören beim Baden
nicht Frösche noch Fische,
des Nutzwassers Frische,
sie mögen im Teich keine Maden.

„Sobald ich“, sagt Žarko in Bar,
„am Morgen zum Arbeitsplatz fahr,
ist mir nicht geheuer,
ich sehe nur Schleier –
am Mittag bin ich nüchtern, klar.“

Dass Igor im Amt von Mumpadern
bei Auswahl und Einsatz von Kadern
nicht Leistung beachtet,
lässt diesen umnachtet.
Er muss nun dabei ständig hadern.





Gernulf Olzheimer kommentiert (CCCLXXXVII): Alles gut

22 09 2017
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Vermutlich hat es einen namenlosen Deppen getroffen, der mit dem Brezelkorb über den Markt gestolpert kam und nichts Besseres zu tun hatte, als den Prinzen vollzukrümeln. Der Brezelknecht war ein welterfahrener Mann, gediegen grobschlächtig und kaum mit bloßer Hand zu bändigen, der Typ mit den manikürten Griffeln jedoch standestypisch als Weichei sozialisiert, nicht mit der Ausübung von Macht vertraut und dementsprechend neben der Spur. Herr und Diener scheint’s tauschen die Rollen auf der Kampfbahn, der Fürst klaubt sich Brosamen aus dem Hermelin, während seine Knie wie Lurchlaich wabbern, und mit Bibber in der Stimme wanzt er die Mehlmütze an: alles gut. Alles, alles gut. Nie war eine Deeskalation beknackter, so fehl am Platz wie hier, so wertlos, kontraproduktiv und für die Tonne.

Nichts ist gut. Denn keiner würde im Ernst behaupten, diese kindische Sprachausstanzung sei auch nur ansatzweise Sympathieträger und nicht der Marker der drohende Katastrophe, kurz bevor der Stillstand der Dinge sich wieder in Wohlgefallen löst. Alles klar, alles paletti, kann man machen, aber gut war noch nie etwas, schon gar nicht im engeren Sinn, und mit scheinbar beschwörendem Gestus, dabei doch inwendig voller Schreckgespenstern windet sich das Ding eine prästabile Harmonie aus dem Hinterausgang, wo und wie auch immer sich die Gelegenheit dazu ergibt nach dem Urknall.

Die hündische Ergebenheitsformel, die aus den therapieverschwiemelten Schimmelhirnen schwappt, spiegelt die neoliberal konditionierte Not in den Köpfe der Mehrheit. Wer auf der Sonnenseite hockt, kann die Regeln bestimmen und seine schlechte Laune zum Maßstab der Bewertung machen; wer dagegen zur Renditensicherung täglich buckelt, der hat die Kröten zu schlucken, und nichts wird diesen Konsens der Knallfrösche je in Frage stellen. Gutsherrenmentalität bestimmt die zur Dienstleistung degenerierte Masse. Wer da an Häubchen oder Uniform, kurz: an schnöder Erwerbstätigkeit zu mutmaßlich spätrömischem Salär erkennbar ist, hat keine Ansprüche zu stellen, auch wenn ihm der Gast aus Langeweile in die Suppe haart.

Früher, als es noch eine Gesellschaft gab, die diesen Namen auch verdiente, erkannte man den echten Herren daran, dass er aus Verantwortung die Diener mit Achtung behandelte, heute, da nur mehr feucht-völkischer Sott und intellektuelle Pausenclowns die Freiräume besiedeln, besudeln ihre degenerierten Sprösslinge die Lücken. Joviales Gepopel lässt der Adel linker Hand auf die anderen nieder: alles gut, der Domestike soll sich nicht so haben, er stört unser ff. Dasein. Wie glitschig auch immer das über die echte Menschheit hinweggeht, es ist eine Waffe, die die Schnöselschicht erst an den Bediensteten ausprobiert hat, um sie dann wieder für sich zu reklamieren.

Von beiden Seiten also wird in restringiertem Code die deppenkompatible Losung in die Runde gekleckert, wenigstens die Hoffnung nicht gleich aufzugeben, nicht ganz, nicht nachhaltig. Was auch immer sich an Konflikt aus dem Dunst kristallisiert, ist per se falsch, denn es kann ja nicht alles gut sein, was sich entwickelt – das Bessere, weiß der Dialektiker, muss ein Feind des Guten sein, das wie in einer fatalen Kettenreaktion die esoterischen Selbstheiler auf den Plan ruft, sich mit planlosen Deeskalationen einen Trampelpfad durchs Dunkel zu schlagen. Wir denken wie die Säuglinge, deren zeitlich-räumliche Perspektive erfreulich eng an der Innenseite der Kalotte haftet, handeln entsprechend infantil und wundern uns über die Verbindlichkeit der verbalen Nullstellen, als würde die Realität gar nicht mehr zählen. Funfact: sie tut’s auch nicht.

Hat der durchschnittliche Sprechblasebalg der postfaktischen Gesellschaft den Zusammenhang zwischen Handlung und Konsequenz erst einmal erfolgreich verdrängt, dann geht es eigentlich. Dann, nur dann ist alles gut. Vorher aber ist die Multifunktionsworthülse aus der Ja-hallo-erstmal-Tube nichts als ein Schuldeingeständnis, dass die ganze existenzielle Auseinandersetzung nicht viel mehr ist als die Bewegung heißer Luft im Kreis um einen zwanghaft gedachten Mittelpunkt. Nichts ist gut, was ist, und ist etwas, wie soll einer überhaupt beurteilen, ob es für den anderen gut sein könnte? Schon während der billigen Alltagssituation braut sich hinter einer Verschwörung schon die nächste zusammen, möglicherweise ist es auch keine gute Wahl gewesen, gerade jetzt zu lesen, aber zack! ist alles Schicksal, und wer will das beurteilen?

Nein, das ist nicht der Flow, mit dem die ganze Welt in Richtung Flussabwärts murmelt, und mit etwas Glück wird es auch nie Dialekt. Dann befleißigte sich jeder einer offenen Sprache in gewaltfreier Kommunikation, hörte mit vier bis acht Ohren auf die Intentionen, hielte seine Klappe, wenn er nichts zu sagen hätte. Alles wäre gut.





Fossile Brennstoffe

21 09 2017

„… damit gerechnet habe, dass Schäuble sein Amt als Bundesfinanzminister nach Vollendung seines 75. Lebensjahres nicht mehr…“

„… damit rechnen müsse, dass sich jüngere Wähler von der Union abwenden würden. Die Altersgruppe der 60-Jährigen würde Ströbele und Gysi als wesentlich vitaler im Vergleich zu…“

„… sich nicht sicher sei, ob er nochmals den Parteivorsitz übernehmen wolle. Die CDU habe nach eigenen Aussagen zeitnah alle Spuren einer Beteiligung an den Spenden in den…“

„… einen Werbevertrag angeboten habe. Dass Schäuble den Zementhersteller in einer dreijährigen Dauerkampagne als Graue Eminenz verkörpern wolle, sei allgemein auf große…“

„… eine Zweitkarriere als Altersvorsitzender des Deutschen Bundestages ins Auge fasse. Sollte die AfD ab 2021 noch dem Parlament angehören, werde er durch kontinuierlichen Rechtsrutsch auch in den Bereich des…“

„… die Stiftung Deutsches Mittelalter nicht über die Antwort sprechen wolle, die ihnen der ehemalige Bundesinnenminister auf die Anfrage einer…“

„… nicht geklärt worden sei, ob er sich als Bundesvorsitzender der Stiftung Demenz und Politik zur Verfügung stellen wolle. Die Institution habe er zwar mehrmals mit größeren Beträgen unterstützen wollen, es sei aber fast immer…“

„… aus verschiedenen Gründen für die fossilen Brennstoffe einsetzen könne, die er während ihrer Entstehung selbst noch…“

„… Rabatte der Bundestagsverwaltung nicht nach Erreichen einer jeweiligen Altersgrenze, sondern kumulativ gewährt würden. So würde der Geschäftsbereich bei Taxifahrten keine Gebühren erheben, sondern pro Kilometer noch drei Euro…“

„… Werbung für einen Hersteller von Büromöbeln machen könne. Die Produktserie mit einer extra großen Schreibtischschublade könne sich in den…“

„… zum Altersvorsitz im EU-Parlament machen wolle, da Geißler nun nicht mehr als…“

„… das deutsche Abhörwesen um eine Person erweitern könne, die damals noch die Ausläufer des Kalten Krieges…“

„… ursprünglich habe warten wollen, bis alle Urenkel sich durch ein Landtagsmandat in die…“

„… fühle sich Schäuble für das Amt des Bundespräsidenten nicht reif genug und wolle erst nach weiteren zehn Jahren Bedenkzeit in die…“

„… als politisches Lebenswerk die Rente mit 90 fertigstellen wolle, die er jedoch aus eigener Anschauung für mindestens…“

„… angesichts der starken Überalterung eine Fusionierung von SPD, CDU, CSU und Grünen für eine lohnenswerte Aufgabe halte, wenn dadurch die endgültige Entmachtung Seehofers…“

„… dass die schwarze Null in Gestalt von Spahn eine ganz andere Bedeutung erhalte als die bisher…“

„… sich zum Geburtstag gewünscht habe, noch einmal offiziell als Vizekanzler der…“

„… auch nach seinem Ableben im Bundestag aufbewahrt werden wolle, da sich seine Frau sonst beschwere, dass er ihr im Haushalt auf die…“

„… die FDP auf das Finanzministerium hoffe. Schäuble indes habe mehrere Aspiranten auf die Stellung des Parlamentarischen Staatssekretärs vor Jahrzehnten als geistig nicht besonders…“

„… das Wirtschaftswachstum in der Eurozone, das die CDU herbeirede, obwohl es der deutschen Politik nachhaltig schade, nachhaltig bekämpfen müsse. Es sei dem lang gedienten Unionisten bisher noch nicht gelungen, einen ebenso vehementen Verfechter des…“

„… die Transaktionssteuer verhindern müsse, die sonst Deutschland sofort an den Rand einer sozialistischen…“

„… öfter als jeder andere die Abschaffung der Verfassungsorgane, gerne auch unter Zuhilfenahme von Polizei, Bundeswehr und Volkssturm, gefordert habe. Höcke habe zur Zernichtung des verjudeten Merkelpacks, das die Deutschheit arischer Helden in die Blutschlacht gegen ein…“

„… mehrere Waffenhändler übereinstimmend ausgesagt hätten, dass sie seine Beschäftigung im Rahmen eines Beratervertrages nicht oder nicht wissentlich beauftragt oder durch vertraglich festgelegtes Entgelt, das in Deutschland versteuert oder steuerlich angegeben oder im Sinne des…“

„… im Falle einer Regierungsbeteiligung der Grünen einen Betrag von umgerechnet zehntausend Mark für den…“

„… eine zurückgehende Arbeitslosigkeit nicht dulde, da sie die Kapazitäten der Industrie nur in Hinblick auf das zu bekämpfende Allgemeinwohl in den…“

„… habe das Präsidium die Jubiläumsausgabe des Rechenschaftsberichts der Christdemokraten mit einer besonderen Widmung an den ehemaligen Vorsitzenden der…“

„… noch kein Einverständnis gegeben habe. Die Partei habe beschlossen, Schäuble als Vorsitzenden der Jungen Union mit einem besonderen…“