In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCLIX)

9 09 2017

Da Zoltán, dem Bäcker in Seik,
beim Walken und Kneten der Teig
nie hinhaut, so spricht er:
„Es muss mehr Gewicht her,
wenn ich in den Trog hineinsteig.“

Da Chajim kickte in Givat Brenner,
so fehlten ihm ständig zwei Männer.
Nach Mittelfelddramen
verpflichtet er Damen.
So zeigt er sich als Fußballkenner.

Weil Ödön, dem Imker in Tschabe,
der Honig fehlt, Wabe um Wabe,
so sieht reichlich später
am Schleudergerät er:
hier fließt durch den Riss Bienengabe.

Wenn Temir, dem Popen in Osch,
die Kerze am Abend verlosch,
so packte die Wut ihn,
dass er sich für Putin,
sein leuchtendes Vorbild, verdrosch.

Wenn Edit, die Wirtin in Weinhild,
nicht sorgt, dass sich alles mit Wein füllt,
so ist die Taverne
nach zwei Stunden gerne
so leer, dass ihr Gatte allein brüllt.

Dass Xhelil beim Zimmern in Borsh
laut sägt und recht kräftig und forsch,
das schätzen die Kunden,
bis sie dann gefunden:
die Hälfte vom Holz ist schon morsch.

Es fingen bei Gergely in Tschemmern
die Spechte an, furchtbar zu hämmern.
Man wusste doch, rechtens
geschieht dies nie nächtens,
dabei fing es just an zu dämmern.

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