In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCLXIV)

14 10 2017

Wenn Péter beim Rodeln in Theiß
zu weit fährt, gerät er aufs Eis.
Das knackt zwar gefährlich,
doch stört ihn das ehrlich
gesagt nicht. Er sieht eh nur Weiß.

Gualberto in Pedra de Lume
hat Rasen, jedoch keine Blume.
Er wässert und schneidet’s,
das Gras stumm erleidet’s
und zieht sich zurück in die Krume.

Lässt Éva in Lederergraben
die Pferdchen gemächlicher traben,
wird’s für sie gemütlich,
sie tun sich dann gütlich
am Gras und an anderen Gaben.

Zulaikha, die Hirtin in Fuheis
spricht: „Dass ich besonders die Kuh preis,
liegt nicht an der Leistung,
sie produziert meist Dung,
ansonsten macht sie im Stall ‚Muh‘ leis.“

Aletta begrenzte in Pahl
und hämmerte Pfahl ein um Pfahl
ein Stück Land als Weide.
Sie traf alle beide –
die Daumen. Sie hat zwei zur Wahl.

Lorenzo in Puerto Tirol
holt eine Gitarre vom Zoll.
Den Deckel dann lupft er,
enttäuscht aber zupft er –
das Instrument spielt nur in Moll.

Als Tibor beim Sägen in Naane
vom Ast fiel der alten Platane,
stand unten sein Laster.
Den Boden verpasst er,
er fiel nur hinab auf die Plane.

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