In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCLXVII)

4 11 2017

Tadeusz, der holte in Swante
die Zeitung für Onkel und Tante,
doch welche sie lesen,
das kann er nicht lösen.
Er holte nur die, die er kannte.

Man sieht Boniface in Kabale
beim Markteinkauf mit einer Schale.
Für Reis und für Bohnen
wird sich das noch lohnen,
jedoch braucht er lebende Aale.

Eugeniusz sucht in Bad Altheide
fürs Hochzeitsfest hochfeine Seide.
Das Kleid wird gewaltig,
pompös und recht faltig.
Man achtet kaum noch aufs Geschmeide.

Wenn Tolkunbek abends in Wose
ans Fenster geht, sitzt ihm die Hose
trotz Trägern nicht richtig.
Das ist ihm nicht wichtig,
er trägt nun mal sein Beinkleid gern lose.

Agnieszka, die wäscht in Wiersbinnen
seit Tagen schon Berge von Linnen.
Das Waschen ist ehrlich
nicht halb so beschwerlich –
sie trocknet die Laken nur innen.

Es fiel Medhi oft in Adouz
im Haus schweres Zeug auf den Fuß.
Trotz ständiger Schmerzen
pflegt er stets zu scherzen,
derweil sind die Zehen schon Mus.

Man sagt, Dariusz kann in Upalten
massierend sehr gut mit den Alten.
Die Hände schön schwingend
wirkt er stark verjüngend
im Hinblick auf zahlreiche Falten.