In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCLXX)

25 11 2017

Emilia verkaufte in Lenke
den Nachbarn die Weihnachtsgeschenke,
und da sie sie kannte
(und nebenbei brannte),
sind’s geistige Flaschengetränke.

Tesfaye pflegt sich in Nekemte,
noch während er kochte und schlemmte,
wobei er die Strähnen
(das muss man erwähnen)
mit fettigen Fingern meist kämmte.

Alojzy verzweifelt in Bergland,
da er dort wohl nirgends den Berg fand,
trotz jeder Bestrebung,
da jene Umgebung
recht klein war – fürwahr, gar ein Zwergland.

Galt stürzte getroffen in Derma
im Stadion. Dort rief er: „Hör ma,
was soll die Partie hier?
Man zielt auf das Knie mir,
bin ich italienischer Stürmer!?“

Es züchtete Klemens in Dullen
den Nackmull. Nebst zahlreichen Pullen
mit Milch und viel Öbsten
sind sie aus dem Gröbsten
und wachsen zu stattlichen Mullen.

Ebrima hält in Sutukung
die Schaufel mit Anmut und Schwung,
was stark kontrastierte,
was er mit sich führte,
denn er schaufelt Haufen von Dung.

Spielt Władysław auch in Gnewinke
Theater, so hasst er doch Schminke.
Nie soll man ihn sehen,
drauf wird er bestehen,
dass er für die Kunst so tief sinke.