In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCLXXIV)

6 01 2018

Maruša sagt: „Weil ich in Osterwitz
seit Jahren hier unter dem Poster sitz
mit solche einem Sänger,
wird’s Mütterchen bänger,
dass ich, statt zu frein, bald im Kloster sitz.“

Jewhenija aus Saghmosawank,
die selten, doch reichlich dann trank,
verwahrte die Flaschen
in größeren Taschen
und diese dann meistens im Schrank.

Wenn Zoran die Hunde in Treffen
mal Gassi führt, hört man das Kläffen
bis weit in die Gassen.
Sie können’s nicht lassen,
nur sind’s, statt der Hunde, die Neffen.

Seretse in Mogoditshane
kauft sich einen Laster. Die Plane
wird in vielen Stücken
als Tischtuch beglücken
und wird dann recycelt als Fahne.

Man hörte, dass Franček in Ranzenberg
die Schultasche hängt an den ganzen Zwerg.
„Das ist“, sprach der Kleine,
„ja nicht das Gemeine,
er weiß nur nicht, was ich im Ranzen berg.“

Macoumba schlief schlecht in Diourbel.
Meist war es im Zimmer noch hell
um drei und um viere.
Das weckte die Tiere,
er schlief nicht vor fünf vom Gebell.

Es hat Mojca in Sankt Marein
im Zimmerchen wohl einen Schrein
vom Mütterchen stehen.
Um nach ihr zu sehen,
ist sie noch dort – als ihr Gebein.

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