In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCLXXV)

13 01 2018

Es pflegt Henryk sich in Grilskehmen
das größte Stück Torte zu nehmen,
da er stets errötet.
Damit’s ihn nicht tötet,
braucht er nun etwas, sich zu schämen.

Nadim, der gerät in Umm Qais
am Mittag gewaltig in Schweiß.
Er ist selber schuld dran,
ihm fehlt die Geduld dann,
er jagt die Kamele im Kreis.

Eliza lädt in Henkenhagen
beharrlich sich Holz auf den Wagen
in allerhand Längen
und stattlichen Mengen.
Braucht sie’s? ach, sie muss ja nicht tragen.

Saumura kam in Kampong Thom
zum Tempel, was sie meist beklomm.
Man ließ sie zum Beten
oft ganz nach vorn treten,
dabei war sie nicht einmal fromm.

Geht Józef nebst Frau in Althütte
die Straße entlang, spricht er: „Bitte,
ich mag mich nicht streiten,
hier entlang zu schreiten,
doch ginge ich gern in der Mitte.“

Njabulo nahm in Mafeteng
die Wäsche ab. „Wie ich sie häng,
folgt nicht nur Funktionen,
auch Stoff und, betonen
muss ich, Farbe. Da bin ich streng.“

Es ließ Ewa sich in Klein Mrosen
ablichten in zahlreichen Posen,
wobei sie meist nackt ist,
weil andrerseits Fakt ist:
sie braucht reichlich bald neue Hosen.

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