In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCLXXVI)

20 01 2018

Wenn Darko am Abend in Fresen
ausgeht, sitzt er meistens am Tresen,
doch kann man mit Weinen
und Bier ihn nicht meinen.
Er hockt dort alleine zum Lesen.

Dass Shpëtim die Schafe in Zhur
am Schwanz markiert mit einer Schnur,
hilft ihm zu entsinnen:
sitzt diese Schnur innen,
so war das Tier schon bei der Schur.

Da Branko einfeuert in Seiz,
spricht er: „Dass ich tagsüber heiz,
wenn nur ich daheim bin,
bedeutet im Keim drin,
es ist, ich geb’s zu, nur aus Geiz.“

Wenn Geoffrey sich in Odanak
mit Stiefeln und Axt und mit Sack
zu Holzhacken rüstet,
hört, wie er sich brüstet:
„Ich trag meist noch mehr, als ich hack!“

Mit Anže, der einst sang in Rann,
der Kirchenchor damals begann.
Dann kamen Soprane,
Bass ging von der Fahne,
und heute singt dort mehr kein Mann.

Rogério, ein Diener in Fernheim,
geht nach seiner Arbeit recht gern heim.
Sieht er hübsche Sachen,
die ihm Freude machen,
spricht er: „Ach, das bring ich dem Herrn heim.“

Es pflügt Žiga eifrig in Veldes
hinaus übern Rand jeden Feldes.
Er dreht seine Runden
bezahlt je nach Runden
und tut’s also wegen des Geldes.

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