In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCLXXVII)

27 01 2018

Wenn Stefi, Frisörin in Baar,
den Kundinnen schneidet das Haar,
mit Kämmen und Scheren,
bleibt’s nicht beim Beschweren –
so manche ist hinterher bar.

Steht Gwyn sonntags auf in Haasts Bluff,
fühlt sie sich bis mittags noch schlaff.
„Es reicht“, spricht die Gute,
„wie ich es vermute,
dass ich aus dem Fenster raus gaff.“

Es nimmt Csaba sich oft in Jink
am Morgen schon den ersten Drink.
„Man muss dann bemerken,
die ersten, die stärken,
weil ich danach viel schneller trink.“

Ljudmila, die schätzt in Progress
nach Metern. „Denn nämlich: ich mess,
und schon nach Minuten
passiert’s, dass die guten
Ergebnisse ich schon vergess.“

Es fühlte sich Donát in Bohl
beim Essen noch ausnehmend wohl,
dann kam er ins Schwitzen
und konnte kaum sitzen.
Es waren auch drei Gänge Kohl.

Dass Yamina sich in Bougous
die Stiefel beschmierte mit Ruß,
war sowohl ästhetisch
verkehrt als kosmetisch –
sie schwärzt en passant auch den Fuß.

Wer Eszter kennt, jene aus Koppen,
der weiß, sie wird jeden mal foppen.
Sie ist ungebührlich,
doch foppt sie ausführlich
und ist dabei fast nicht zu stoppen.

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