In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCLXXVIII)

3 02 2018

Man hörte von Jan in Mykossen
im Kneipenbetrieb lauter Possen,
wie samt seinen Schwestern
(noch übrig von gestern)
sie halb leere Flaschen vollgossen.

Carlito fand man in Balete
auf Gängen, meist waren es späte,
mit Hund, bis halb viere.
Er schwor, dass dem Tiere
er nur mal die Beine vertrete.

Man sagte, dass Czesław in Plaßwich
im Regen meist ganz pudelnass schlich.
Der Schirm steht daheim, er
verwahrt gut im Eimer,
bevor erst der Gatte dem Hass wich.

Der Joschi saß gern in Damüls
auf Brettln des Kirchengestühls
in frostkalten Wintern
mit nackertem Hintern –
vorwiegend wohl ob des Gefühls.

Eugeniusz fand, dass in Neudame
recht überall hing viel Reklame.
Des Nachts bei den Sternen
pflegt er’s zu entfernen.
So wächst an Bekanntheit – sein Name.

Es fehlte bei Shelvin in Plummer
oft Werkzeug, mal Zange, mal Klammer,
auch Öl hin und wieder.
Ihn drückt das nicht nieder.
Er greift selbstverständlich zum Hammer.

Die Bücher führt Wanda in Scheune
meist abends und nachts und alleine.
Man kann in dem Wesen
auch herzlich schlecht lesen.
Deshalb schreibt sie auch nichts ins Reine.

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