America to go

1 04 2018

Keiner hat behauptet, dass diese Welt ungefährlich sei. Manche sagen, man käme sowieso nicht lebend raus aus dieser Sache. Aber da gibt es ja noch die Vereinigten Staaten, in denen auf einem heißen Kaffee zwingend aufgedruckt werden muss, dass er heiß ist. Jetzt muss man auch darüber aufklären, dass es sich um ein Erzeugnis aus geröstetem Kaffee handelt – wie bei jedem Röstvorgang entsteht dabei möglicherweise das in höheren Dosen gesundheitsschädliche Acrylamid. Noch ist eine karzinogene Wirkung von Kaffee gar nicht nachgewiesen, und selbst dazu müsste man sich die Brühe hektoliterweise reinkippen. Hauptsache, die Fast-Food-Ketten, die das Zeug verkaufen, müssen ihren Kunden nichts über die Schädlichkeit von Fett und Zucker erzählen. Freiheit und so. Alle weiteren Anzeichen, dass Amerikaner für alles einen Warnhinweis brauchen, außer für Hirnlosigkeit, wie immer in den Suchmaschinentreffern der vergangenen 14 Tage.

  • qualifizierte fachkräfte: Im Gesundheitsministerium wird noch einer gesucht, der mit Messer und Gabel umgehen kann.
  • scheißdeutsche: Die AfD ibt sich alle Mühe, das Bild vom hässlichen Deutschen zu tunen.
  • terror zentrum: Sie meinen die Münchener Staatskanzlei?
  • umgang mit schusswaffen: Sie meinen die Münchener Staatskanzlei.
  • offene tuberkulose: Der Spahn entwirft zwei neue Formulare und sagt den Patienten, sie sollen gefälligst arbeiten gehen, dann müssen sie nicht in der Klinik krepieren.
  • spahn dummes arschloch: Die Symptome verdichten sich.
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