In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCLXXXVIII)

14 04 2018

Wenn Gyula den Weizen in Mesch
sich vornimmt, sagt er: „Was ich dresch,
ist gar nicht erheblich,
doch ist es schon löblich,
Hauptsache, ich wirk dabei fesch!“

Abdallah, der stöhnt in Remeil:
„Die Nägel, die ich täglich zähl
als Lehrling, verwirren
mich mehr als die Irren,
so dass ich die Zahl stets verfehl!“

Dass Rezső sich in Großmorast
beständig an die Nase fasst,
ist einerseits peinlich
und wirkt auch nicht reinlich.
Der Gattin wird er so zur Last.

Hat Minni genäht in Karkaudsch,
spricht er: „Wenn ich dies Leder knautsch,
wird’s weich und geschmeidig.
Für Hosen, das meid ich,
es taugt dann gut auf eine Couch.“

Dass Béla den Traktor in Saad
ganz schnurgerade fuhr bei der Mahd,
lag nicht an Gewandtheit –
es war auch das Land breit –
er folgt nur dem gespannten Draht.

Es nieste der Pepi in Schöder
im Hühnerstall bei einer Feder.
Das Leiden, das kindlich
erwarb er, empfindlich
brach’s aus bei den Federn. Bei jeder.

Da Sándor sich oft in Neuriß
des Nähens mit Zwirnen befliss,
passierte es ständig,
dass er sich einhändig
zerstach und den Faden zerbiss.

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